Software bei "Coding-Marathon" auf 104 Bytes eingedampft

19. Juli 2004, 11:30
16 Postings

Programm für Umwandlung von Zahlen in Leuchtdiodenanzeige auf möglichst kleinem Raum - Salzburger Informatik-Student als Sieger

Zu einem Beleg für die Innovationskraft der Open-Source-Idee wurde ein "Coding-Marathon" auf dem Karlsruher Linuxtag. Die Teilnehmer des von Hewlett-Packard betreuten Wettbewerbs sollten innerhalb von drei Stunden ein Programm schreiben, das eine Dezimalzahl in die für Leuchtdioden-Displays übliche "7-Segment-Anzeige" umwandelt. Ziel war es, diese Aufgabe auf möglichst kleinem Raum zu lösen.

Knappes Rennen

Der Sieger des Wettbewerbs, der Salzburger Informatik-Student Peter Palfrader, gewann mit dem hauchdünnen Vorsprung von einem Byte. Sein in der Skriptsprache Ruby entwickeltes Programm hatte einen Umfang von 146 Zeichen. Nach der Entscheidung fanden sich die drei Erstplatzierten zusammen, um das Ergebnis gemeinsam zu verbessern. Indem sie ihre verschiedenen Lösungswege miteinander kombinierten, entwickelten sie ein Programm, das nur noch 104 Bytes umfasste. "Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass viele Köpfe sich zusammensetzen, den Code gemeinsam anschauen und dann zu einem tollen Ergebnis gelangen", sagte der Erstplatzierte des Wettbewerbs, der Salzburger Informatik-Student Peter Palfrader.

Vorgeschichte

Die Skriptsprache Ruby entstand 1995 in Japan. Ihr Name ("Rubin") ist eine Anspielung an die Programmiersprache Perl, aus der Ruby hervorgegangen ist - in Verbindung mit Anleihen bei anderen Sprachen wie Python und LISP. Die objektorientierte Sprache zeichnet sich durch eine besonders einfache Syntax aus.

Wettbewerbe

Zu den weiteren Aufgaben des von mehreren IT-Firmen getragenen Coding-Marathons auf dem Karlsruher Linuxtag gehörte es, einen so genannten Exploit für eine Sicherheitslücke in einem vorgelegten Programm zu schreiben. Der jüngste Teilnehmer bei dieser Aufgabe war erst 14 Jahre alt. (APA)

Share if you care.