Zeichentablett als Alternative zum Touchpad

6. Juli 2004, 10:25
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Flottes Arbeiten mit dem "PenPartner" fürs Notebook

Mit der zunehmenden Verbreitung von Notebooks auch bei Privatanwendern stellt sich die Frage nach dem optimalen Mausersatz. Viele Anwender sind unzufrieden mit Touchpad, Trackpoint oder Mauskugel und schließen dann doch eine Maus an die USB-Schnittstelle an. Als weitere Möglichkeit bietet sich jetzt ein Mini-Zeichenbrett mit Stifteingabe an, der "PenPartner" von Wacom.

Bereitschaft

Das bisher kleinste Modell des Spezialisten für diese Geräte ist in kurzer Zeit bereit. Neben dem Treiber für verschiedene Windows-Betriebssysteme wird das Programm JustWrite mit installiert: Damit kann man in Word, Excel und PowerPoint schnelle handschriftliche Notizen und Skizzen erstellen oder zum Beispiel ein Fax eigenhändig unterschreiben.

Die teuren Spitzenmodelle der Wacom-Produkte sind vor allem für die pixelgenaue Bild- und Grafikbearbeitung gedacht. Beim PenPartner hingegen steht wie bei den anderen Einsteigergeräten für den Desktop-PC mehr die bequeme PC-Steuerung im Vordergrund. Bei einer Auflösung von 1.000 dpi (Dots per Inch) werden die Icons auf dem Bildschirm mit dem Stift auf dem kleinen Tablett wesentlich präziser angesteuert als mit dem Finger auf dem Touchpad. Die elektromagnetische Resonanztechnik des Tabletts erkennt die Stiftspitze bereits dann, wenn sie zwei bis drei Millimeter über der Oberfläche schwebt.

Beeindruckend

Auch die Sensibilität der Stiftspitze macht im Test einen guten Eindruck. Einfach- und Doppelklick gelingen sofort. Der Seitenschalter des Stifts ist in der Standardeinstellung mit der rechten Maustaste belegt - dieser meist mit dem Zeigefinger gedrückte Schalter kann aber auch jeder anderen Mausfunktion oder Tastaturkombination zugeordnet werden. Für die handschriftlichen Notizen oder die Bildbearbeitung unterwegs lässt sich der Stift bei gedrücktem Seitenschalter aber auch als Radierer verwenden.

Der PenPartner ermöglicht damit auch auf dem Notebook ein schnelleres Arbeiten als die anderen Geräte zur Maussteuerung - zumindest daheim auf dem Schreibtisch. Dem mobilen Einsatz kommt zwar die geringe Leistungsaufnahme des Mini-Tabletts entgegen - über die USB-Schnittstelle wird die Batterie mit lediglich 0,2 Watt belastet. In der Bahn oder im Auto gerät die Bedienung des PenPartners aber zum Balance-Akt: Mit der einen Hand muss das Notebook gestützt, mit der anderen Hand gleichzeitig das rund 15 mal 16 Zentimeter große Tablett gehalten und der Stift geführt werden.

Abmasse

Die so genannte aktive Fläche des Tabletts - dieser Bereich entspricht in der Maussteuerung gewissermaßen der Größe des Bildschirms - ist beim PenPartner rund acht mal sechs Zentimeter groß. Diese Fläche ist kaum größer als das Touchpad zusammen mit seinen beiden Mausklick-Tasten. Als ideales Eingabegerät wünscht man sich da ein unterhalb der Notebook-Tastatur integriertes Mini-Tablett mit einer passenden Halterung für den Stift.

Der PenPartner von Wacom erfordert einen Windows-PC (ab 98 SE) mit mindestens 64 MB RAM. Die Zusatzsoftware JustWrite funktioniert zusammen mit Microsoft Office ab Version 97. Das handliche Paket kostet im Fachhandel oder direkt beim Hersteller 39 Euro. (APA)

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Wacom

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