Streiks bei Hyundai in Südkorea

18. Juli 2004, 18:28
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Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent Lohnerhöhung, bessere Arbeitsbedingungen für Zeitarbeiter und Gewinnbeteiligung für Belegschaft

Seoul - Zehntausende von Arbeitern sind am Dienstag beim größten südkoreanischen Autohersteller Hyundai Motor in einen Streik getreten. Die Bänder in den Werken Hyundais stünden still, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Seoul. Mit den Streikaktionen, die bereits am vergangenen Freitag mit kurzfristigen Arbeitsniederlegungen begonnen hatten, will die Gewerkschaft ihre Forderungen nach einer Lohnerhöhung um 10,5 Prozent und besseren Arbeitsbedingungen für Zeitarbeiter durchsetzen.

"Neues Angebot"

Zudem soll die Belegschaft mit 30 Prozent an den Gewinnen von Hyundai Motor in Form von Sondervergütungen beteiligt werden. Die Gewerkschaft kündigte an, zunächst auch am Mittwoch ganztägig zu streiken. "Wir haben der Gewerkschaft ein neues Angebot vorgelegt", sagte unterdessen der Unternehmenssprecher, ohne Einzelheiten zu erläutern. Die Gewerkschaft bei Hyundai zählt knapp 40.000 Mitglieder.

Streik auch bei Kia

Auch bei dem Schwesterunternehmen Kia Motors, das zur Hyundai Motor Group gehört, legten die Arbeiter für mehrere Stunden ihre Arbeit nieder. Die Gewerkschaft will mit den Streikaktionen ebenfalls ihren Lohnforderungen Nachdruck verleihen. Beide Autohersteller beherrschen mehr als 70 Prozent des koreanischen Automarktes. (APA/dpa)

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