Strache will FP-Aufpasser für Grasser und bezeichnet Moser als "Spesenkaiser"

1. Juli 2004, 13:03
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Wiener FPÖ-Chef: "Das kann es noch nicht gewesen sein"

Wien - Der Wiener FPÖ-Chef Hans-Christian Strache kritisiert in den "Salzburger Nachrichten" die jüngste Regierungsumbildung und die Bestellung von Josef Moser zum Rechnungshofpräsidenten. "Das kann es noch nicht gewesen sein", so Strache zum neuen FPÖ-Regierungsteam. Und zu Moser merkte Strache an, es entspreche nicht seinem "sozialen Gewissen", einen "Gagenkaiser" in den Rechnungshof zu entsenden.

Der Wiener FPÖ-Chef bezeichnete es als "sicherlich nicht klug", Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck abzuberufen, "der fachliche und menschliche Akzeptanz hat", und dies gerade vor einer Gesundheitsreform. Dass Waneck, der der Wiener Landesgruppe angehört, gehen musste, bezeichnete Strache neuerlich als "Wermutstropfen".

An Stelle eines neuen Staatssekretärs für Infrastrukturminister Hubert Gorbach hätte Strache lieber einen freiheitlichen Aufpasser für Karl-Heinz Grasser im Finanzministerium gesehen. Ein blauer Finanzstaatssekretär hätte nach Straches Ansicht eine "Anti-Teuerungspolitik" verfolgen und auf soziale Ausgewogenheit achten sollen. Sozialpolitik sei eines der Kernthemen, denen sich die FPÖ wieder stärker widmen müsse. (APA)

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