Regionenring bis 2012

9. Juli 2004, 22:51
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Studie: Es droht Verdoppelung des Verkehrs

Wien/St. Pölten - Ein Straßenprojekt mit Kosten von rund 2,4 Milliarden Euro soll der Ostregion Entlastung im Verkehr bringen: der "Regionenring". Vor allem was kleine Gemeinden anlangt, soll mit der Ringlösung der Verkehr außen herum und nicht mitten durch die Orte fließen.

Bis 2012 will die Asfinag den Bau umsetzen. Der "Regionenring" ist die Zusammenführung von bereits bestehenden Verbindungen mit neuen, noch zu errichtenden. 

Vom Knoten Vösendorf ausgehend: ostwärts und weiter gen Norden führt die S1, die Wiener Außenring-Schnellstraße vom Süden bis Korneuburg. An der Straße wird bereits gebaut. Die S1 schließt an die A22-Donauuferautobahn, die A23-Südosttangente, die A4-Flughafenautobahn und die zu errichtende A5-Nordautobahn an.

Westlich von Vösendorf führt die bestehende A21, die Außenringautobahn, die beim Knoten Steinhäusl in die A1-West mündet. Im Großraum St. Pölten wird der Ring geschlossen: Die S33, die Kremser Schnellstraße, und die A1-West treffen dort zusammen.

In verschiedenen Prognosen werden dramatische Verkehrsentwicklungen dargelegt. Bis 2035 könnte sich der Autoverkehr (also Pkw und Lkw) fast verdoppeln, wenn nicht Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das ergab eine Studie der Wiener Universität für Bodenkultur und Shell Austria.

Bereits jetzt fahren auf der Südosttangente bis zu 200.000 Fahrzeuge täglich. Nur fünf bis zehn Prozent mehr würden einen Kollaps des Systems hervorrufen. Ein Wiener Büro für Verkehrsplanung schätzt zwar, dass sich der Verkehr beispielsweise aus Tschechien, Ungarn und der Slowakei verdoppeln werde, dennoch sei der Großteil des Verkehrs "hausgemacht", entstehe also bei uns selbst. (aw, Der Standard, Printausgabe, 29.06.2004)

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Asfinag

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