Umstrittener Prediger Sharpton

12. Juli 2004, 14:16
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Schwarze wollen keinen "Sprecher" mehr

Washington - Al Sharpton (49), protestantischer Prediger aus New York, war heuer mit Forderungen für die von Bush Enttäuschten ("Wir sollten die Dollars besser Zuhause ausgeben") der schwarze Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

Sharpton ist seit 1987 in den USA umstritten, weil er sich damals lautstark für ein schwarzes Mädchen einsetzte, das behauptete, in New York von Weißen vergewaltigt worden zu sein, dessen Geschichte sich dann aber als erfunden herausstellte. (Tom Wolfe verewigte ihn dafür im Roman "Fegefeuer der Eitelkeiten".)

In den Vorwahlen schnitt er schlecht ab. Selbst in der US-Hauptstadt, wo die Schwarzen in der Mehrheit sind, wurde er hinter Howard Dean nur zweiter. Analysten schlossen daraus, dass die Schwarzen einen "inoffiziellen Sprecher" wie früher Martin Luther King nicht mehr brauchen. (est/DER STANDARD, Printausgabe, 29.6.2004)

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    Al Sharpton unterstützt nun Kerry

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