IV-Think-Tank für staatliche Lohnzuschüsse

6. Juli 2004, 13:57
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Berufung auf deutschen IFO-Präsidenten Sinn: Arbeitszeitverlängerung als "Königsweg" aus der Krise

Wien - Die "Höldrichsmühle", ein nach einem Lokal in der Hinterbrühl benannter Denkzirkel heimischer Industriekreise hat sich in die Debatte um längere Arbeitszeiten eingeschaltet.

Längere und flexiblere Arbeitszeiten könnten nur ein Teil eines Maßnahmenpakets für mehr und sichere Arbeitsplätze sein, meint Veit Schmid-Schmidsfelden, der Vorsitzende des IV-Think-Tanks in einer Aussendung am Montag.

Lohnzuschüsse

Schmid-Schmidsfelden forderte Lohnzuschüsse für wenig qualifizierte Arbeiten, mit denen der Staat "die Differenz zwischen der Höhe der erzielbaren Wertschöpfung und sozialverträglichen Löhnen" abdecken solle. Lohnkürzungen solle es aber nicht geben.

Die Höldrichsmühle beruft sich bei ihren Forderungen auf den Chef des Münchener Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn, einen der deutschen "Wirtschaftsweisen" und Autor des jüngst erschienenen Buchs "Ist Deutschland noch zu retten". Sinn hatte an einer Klausurtagung des IV-Think-Tanks am vergangenen Wochenende teilgenommen.

Königsweg

Der Ifo-Präsident habe dabei die Verlängerung der Arbeitszeit als "Königsweg" dargestellt, "da keinem Arbeitnehmer etwas (an Kaufkraft, Anm.) genommen" werde. Weitere Reformnotwendigkeiten für Deutschland sieht Sinn in einer Öffnungsklausel für Tarifverträge, der Lockerung von Kündigungsbestimmungen, einer Steuerreform, in der Einführung einer "aktivierenden Sozialhilfe" und schließlich in Anreizen für Familienbildung. (APA)

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