Ölpreis sinkt nach US-Machtübergabe in Irak auf Zweimonatstief

6. Juli 2004, 11:43
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Rückgang um gut 60 Cent pro Fass seit Freitagabend - Analysten erwarten aber keine rasche Stabilisierung der Irak-Exporte

London - Nach der überraschend vorgezogenen Machtübergabe der USA an die irakische Übergangsregierung ist der Ölpreis auf ein Zweimonatstief gefallen. In London wurden für ein Barrel der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August am Montag 34,35 Dollar (28,30 Euro) gezahlt, 62 Cent weniger als am Freitagabend.

Der Preis für die New Yorker Sorte Light Sweet Crude ging im elektronischen Handel um 60 Cent auf 36,95 Dollar (30,44 Euro) zurück. Das gewaltfreie Ende der US-Besatzung habe auf den Märkten für Erleichterung gesorgt und die Ölpreise gedrückt, sagte ein Händler von Prudential Bache.

Analysten rechneten jedoch nicht mit einer baldigen Stabilisierung der irakischen Rohölexporte. Bis Ende des Jahres könne Irak zwar durchaus wieder drei Mio. Barrel am Tag auf den Markt pumpen, erklärte Catherine Hunter vom World Markets Research Center in London. Wegen der technischen Probleme im Land und der wiederholten Sabotageakte sei jedoch nicht zu erwarten, dass diese Produktionsmenge über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werde. (APA)

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