Netzwerkkinder von heute sind "digitale Aufbaugeneration"

5. Juli 2004, 11:11
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Kommunikations- Dienstleistungen werden zu einem zentralen Wert - Trendbüro führte für Mobilkom Befragung durch

Die Kinder von heute werden zur "digitalen Aufbaugeneration" der Zukunft: So lautet die Conclusio einer Studie, die das Hamburger Trendbüro im Auftrag der Mobilkom über die "Netzwerkkinder", also jene Sechs- bis 14-Jährigen, die mit Handy, Internet, PC und Kabelfernsehen aufwachsen, durchgeführt hat. Diese Generation zeichne sich vor allem durch Pragmatismus aus, so Peter Wippermann vom Trendbüro bei einer Pressekonferenz am Montag.

Ausschluss

Kommunikationsdienstleistungen werden zu einem zentralen Wert für die künftige Generation: Rund die Hälfte des Geldes, das für die Kleidung bestimmt ist, werde heute in solche Dienste gesteckt, so Wippermann. Dass bei solchen Quoten vor allem sozial Benachteiligte von den neuen Technologien ausgeschlossen sind, glaubt der Generaldirektor der Mobilkom, Boris Nemsic, jedoch nicht. Es gebe dahingehend keine Kluft, meinte er und verwies auf statistische Erhebungen, wonach die Hälfte der Sechs- bis 14-Jährigen ein Handy besitze. 89 Prozent hätten außerdem Zugang zum Computer und in jedem dritten Kinderzimmer stehe bereits ein PC. Die Anschaffungspreise für Mobiltelefone seien in Österreich zudem "die niedrigsten in Europa".

Aneignung

Während die in den neunziger Jahren im Teenageralter steckende Generation X viel Mühe habe, sich die laufend neuen Technologien anzueignen, geht die Netzwerkgeneration viel pragmatischer an diese Herausforderungen heran, erklärte Wippermann. Damit würden sie zur "digitalen Aufbaugeneration".

Alternative Liebe

Einen neuen Zugang entwickeln sie zu dem Thema "Liebe": Die Netzwerkkinder werden zu "romantischen Beziehungsmanagern", sagte Wippermann. Die Suche nach dem perfekten Partner nehme zu. Künftig werden sich auch neue Beziehungsmodelle entwickeln, so die Studie: Ein Beispiel dafür wären Partner, die in getrennten Wohnungen in derselben Stadt wohnen. Freundschaften würden die Netzwerkkinder zudem eher nach ökonomischen Gesichtspunkten beurteilen, erklärte er. (APA)

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