Wieder Goldsuche im Toplitzsee

1. Juli 2004, 22:39
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Team aus Florida will nach Nazi-Schätzen suchen - US-Experte Scott Norman stellte Anfrage an Österreichische Bundesforste

Graz - Die Schatzsuche im Toplitzsee - ein, wie die Jagd nach "Nessie" in regelmäßigen Abständen wieder auftauchendes Thema - soll demnächst ihre Fortsetzung finden: Laut Albrecht Syen, Besitzer der Fischerhütte am Toplitzsee im Salzkammergut, soll demnächst ein Team unter der Leitung des Berge- und Filmexperten Scott Norman aus Florida (USA) mit neuerlichen Suchaktionen nach Relikten aus der NS-Zeit beginnen. Noch sind die Pläne vage.

Syen verriet der "Steirerkrone" (Montag-Ausgabe) vom neuerlichen Tauchvorhaben, das diesmal noch präziser, aufwendiger und umfangreicher ausfallen soll als bei den vorangegangenen Expeditionen. Ein amerikanisches Team rund um den Experten Scott Normann recherchiere seit Jahren zum Thema Toplitzsee und habe sich gut auf die Arbeiten vorbereitet, so Syen am Montag. Derzeit sei ein dreiköpfiges Team von Spezialisten an Ort und Stelle, um zu recherchieren und nach Zeitzeugen zu suchen. Die Such- und Bergearbeiten der Amerikaner am Toplitzsee sind laut Syen auf zwei Jahre begrenzt. "Wenn alles gut geht, wird bereits im September begonnen." Eine Dokumentation über die Arbeit der Such- und Bergespezialisten werde ebenfalls hergestellt.

Offiziell ist das Unternehmen aber noch wenig konkret, wie eine Anfrage beim Eigentümer des Areals, den Österreichischen Bundesforsten, zeigte: Bis jetzt gebe es nur eine grundsätzliche Anfrage, so der zuständige ÖBF-Repräsentant Herwig Loidl. "Bis jetzt ist alles noch sehr vage - außer dieser Anfrage von Scott Norman liegt noch nichts vor, auch kein Zeitpunkt", so Loidl.

Sagenumwobener NS-Schatz

Der Toplitzsee im steirischen Salzkammergut war und ist immer wieder Ziel von Biologen, vor allem aber auch Forschern, die seine Rolle in den letzten Tagen des Nationalsozialismus ins Auge gefasst haben. Die Hoffnung, dabei auf den sagenumwobenen NS-Schatz zu stoßen, wurden bisher immer enttäuscht: Aus dem See wurden lediglich Pfund-Blüten und einige Kriegsrelikte gefischt. Zuletzt suchte der US-Fernsehsender CBS im Sommer 2000 - ebenso erfolglos - Dokumente, die Hinweise über den Verbleib arisierten jüdischen Vermögens hätten geben sollen.(APA)

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    Eines der Ziele dieser Tauchgänge sind sicherlich geheimnisvolle Kisten dieser Art, in denen man reiches Informationsmaterial aus der NS-Zeit erhofft und vermutet.

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