Asfinag: Interner Umbau läuft auf Hochtouren

8. Juli 2004, 15:46
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Die Straßen-Holding wird zu einer Managementholding

Wien - Nicht nur auf Österreichs Schnellstraßen wird kräftig umgebaut, sondern auch in der Asfinag selbst. Die Schnellstraßenfinanzierungsgesellschaft verwandelt sich in eine Managementholding mit sieben operativen Gesellschaften. Eine davon ist die Schnellstraßen-AG in Graz (Ösag), die zur Asfinag Baumanagement GmbH wird.

Daneben gibt es die Maut Service GmbH mit ihren 350 "Maut-Sheriffs", die Verkehrstelematik GmbH und vier regionale Betriebsgesellschaften zur Erhaltung, in die die 52 Autobahnmeistereien mit ihren insgesamt 1200 Landesbediensteten eingebracht werden. An diesen vier Regionalgesellschaften wird die Asfinag jeweils mindestens 51 Prozent halten, den Rest die jeweiligen Länder.

In Innsbruck (ASG, Betrieb West) wurde dieser Schritt bereits vollzogen, die Alpenstraßen-AG fungiert nun als "Betrieb West". Für Kärnten und die Steiermark wird das die Ösag als "Asfinag Betrieb Süd" übernehmen. Oberösterreich/ Salzburg wird bis Anfang 2007 zur "Betrieb Nord", Wien, Niederösterreich und das Burgenland werden in der "Betrieb Ost" gebündelt.

Ein Servicestandard

Ziel der Zentralisierung ist die Erstellung einheitlicher Servicestandards für alle Autobahnen, sagt Asfinag-Chef Walter Hecke. Bisher standen die Autobahnmeistereien unter Kuratel der Länder, wurden aber von der Asfinag mit jährlich 130 Mio. Euro finanziert. Mit diesem für die Länder komfortablen, pauschalen Abgeltungssystem wird nun aufgeräumt, was Reibungsverluste mindern, das Baustellenmanagement verbessern, Kostentransparenz bringen und die Produktivität erhöhen soll.

Die insgesamt 2000 Beschäftigten in Erhaltung und Betrieb (die Asfinag bringt 850 Mitarbeiter ein, Anm.) sind im internationalen Vergleich übrigens vergleichsweise sehr produktiv: Hierzulande kommt auf einen Autobahnkilometer ein Mitarbeiter, im internationalen Benchmark sind es zwei. Die Zahl der Autobahnmeistereien wird sich durch die Neuorganisation etwa halbieren. Der Rest wird zu Stützpunkten, Lkw-Höfen, Parkplätzen, Service-und Ruheflächen. (ung, stro/DER STANDARD Printausgabe, 28.06.2004)

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