EU stellt Weichen für Durchbruch von Satellitensystem Galileo

1. Juli 2004, 18:48
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Vertrag mit USA über Gleichberechtigung mit GPS unterzeichnet

Newmarket-on-Fergus - Die EU hat die Weichen für den Durchbruch des künftigen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo gestellt. Ein beim Gipfeltreffen mit den USA am Samstag im irischen Newmarket-on-Fergus unterzeichneter Vertrag sieht eine Gleichberechtigung mit dem vom Pentagon entwickelten Global Positioning System (GPS) vor. Galileo soll von 2008 an voll funktionsfähig sein.

Das Abkommen, über das seit Jahren verhandelt wurde, schafft einen einheitlichen weltweiten Standard für diese Systeme, berichteten Diplomaten. Kunden beider Systeme könnten mit einem Gerät zu beiden Satellitensystemen Zugang erhalten. Damit sei die Basis für eine weite Verbreitung gesichert.

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi lobte die Abmachung in Irland als großen Schritt nach vorne. Die USA hatte lange befürchtet, die Sicherheit des militärischen Teils von GPS könnte durch eine Öffnung des Systems beeinträchtigt werden. Die Verhandlungen mit Washington waren äußerst kompliziert.

Nach EU-Angaben kann die Einrichtung von Galileo 150.000 Stellen in Europa schaffen. Der erste Satellit soll Ende 2005 in den Weltraum starten. (APA/dpa)

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