USAID: 350.000 Tote in Darfur-Region befürchtet

2. Juli 2004, 18:00
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Luftbilder zeigen 400 zerstörte Dörfer - Flüchtlingskatastrophe weitet sich ständig aus

New York - In der westsudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur befürchtet die US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID) innerhalb der kommenden neun Monate rund 350.000 Todesopfer. Diese Zahl sei nur eine "vorsichtige Schätzung", sagte USAID-Sprecher Andrew Natsios am Mittwoch (Ortszeit) in New York. Amerikanische Luftaufnahmen zeigten, dass nahezu 400 Dörfer in Darfur größtenteils zerstört seien, und in jedem Flüchtlingslager komme es zu Gefechten und Kämpfen. Für die Übergriffe sei das sudanesische Regime verantwortlich, erklärte Natsios nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan.

Hilfsmaßnahmen reichen bei weitem nicht aus

Berichte der Vereinten Nationen und der USA zeigten, dass sudanesische Regierungssoldaten mit den so genannten Janjaweed-Milizionären in Verbindung stünden. "Sie statten sie mit Waffen aus, sie benutzen sie, und jetzt müssen sie sie stoppen", forderte der USAID-Sprecher. Die bisher erfolgten Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Vertriebene reichen nach Erkenntnissen von internationalen Hilfsorganisation bei weitem nicht aus, um eine verheerende Hungersnot abwehren zu können. Eine Million Menschen wurden in die Flucht getrieben, 100.000 davon in das Nachbarland Tschad. Die Vertriebenen sind weiterhin Angriffen der Milizen ausgesetzt, die sie bis in die Auffanglager im Tschad verfolgen. (APA)

Link:

UNICEF Österreich bittet um Spenden für die Kinder im Westsudan unter PSK 1516500, BLZ 60000; Stichwort: Kinder Sudan.
Weitere Infos: www.unicef.at

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