AUA verkauft Verkehrsbüro-Anteil an Wiener Städtische

5. Juli 2004, 16:22
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10,33 Prozent zu "gutem" Preis verkauft - Städtische hält nun 31,6 Prozent am Verkehrsbüro - AUA konzentriert sich auf Kerngeschäft

Wien - Die börsenotierte Luftfahrtgruppe Austrian Airlines (AUA) verkauft ihren Anteil von 10,33 Prozent am Österreichischen Verkehrsbüro an die Wiener Städtische Versicherung. Die Wiener Städtische-Gruppe hält damit nun über direkte und indirekte Beteiligungen rund 31,6 Prozent am Verkehrsbüro, dem größten Tourismusbetrieb Österreichs.

Keine Details

Über Details der Transaktion - wie den Kaufpreis - sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten die Unternehmen am Freitagnachmittag nach Börsenschluss mit. "Es war ein gutes Angebot", ließ sich AUA-Sprecher Johannes Davoras in einer ersten Stellungnahme lediglich entlocken.

Der Verkauf ist Teil der AUA-Gesamtstrategie, sich auf das Kerngeschäft Luftfahrt zu konzentrieren. Das Verkehrsbüro habe sich zuletzt aber zu einem touristischen Mischkonzern entwickelt, der außerhalb des Reisebürogeschäfts auch Schwerpunkte in den Bereiche Hotellerie und Gastronomie setze. Nach fast 13-jähriger erfolgreicher Partnerschaft würden beide Unternehmen auch in Zukunft enge Beziehungen unterhalten, sagte Austrian-Chef Vagn Sörensen.

"Wir sind mit der Entwicklung der führenden heimischen Tourismus-Gesellschaft sehr zufrieden und erwarten auch in der Zukunft ein weiterhin positives Geschäftsergebnis", kommentiert Generaldirektor Günter Geyer den Grund für die erneute Aufstockung des Anteils der Versicherung am österreichischen "Tourismus-Flaggschiff".

Transaktion geht noch im Juni über die Bühne

Wie die beiden Unternehmen vereinbart haben, soll der Verkauf noch im Juni offiziell über die Bühne gehen. Die Städtische signalisierte außerdem die grundsätzliche Bereitschaft, wieder Anteile an dem Paket abzugeben. Damit könnte es in der Folge auch zu dem vom Verkehrsbüro angedachten Erwerb eigener Aktien kommen, um Verkehrsbüro-Mitarbeiter am eigenen Unternehmen zu beteiligen. Konkrete Vereinbarungen dazu gebe es nicht, das Verkehrsbüro möchte aber in nächster Zeit Gespräche mit der Städtischen aufnehmen.

Das Verkehrsbüro hat sich selbst um den zum Verkauf stehenden Anteil beworben - um zu verhindern, "dass der Anteil in spekulative Hände kommt", wie es heißt. "Wir freuen uns sehr, dass die Städtische diesen Anteil übernommen hat", so Verkehrsbüro-Chef Hans Dieter Toth. Der Versicherungskonzern sei ein langfristiger strategischer Partner, der in der Vergangenheit seinen Verkehrbüro-Anteil kontinuierlich aufgestockt habe und "nachhaltiges Interesse an einem starken österreichischen Tourismuskonzern hat". (APA/red)

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