Kommentar: "Sex ist nicht gleich Sex"

5. Juli 2004, 13:27
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Die Zeit, als nur Männer offen über Sex geredet haben, ist vorbei. Seit "Sex and the City" tun es auch die Frauen

Nichts prägt und bewegt eine Gesellschaft so wie etwa das Thema Sex. Doch warum hat gerade Sex eine so starke und faszinierende Wirkung auf uns Menschen und auf unsere Gesellschaft? Sex ist unbestritten der Motor des Lebens, aber eben, und das ist das Schöne, nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch Vergnügen, Lust und vor allem Liebe.

Doch wäre es falsch zu behaupten, Sex ist nicht gleich Sex? Wahrscheinlich nicht. Betrachtet man dieses Thema aus zwei verschiedenen Perspektiven, nämlich aus der Sicht einer Frau und aus der eines Mannes, ist es hier nur schwer möglich einen gemeinsamen Nenner zu finden. Treffen hier doch zwei völlig verschiedene Weltanschauungen aufeinander. Was bedeutet das aber für uns und für die Welt, in der wir leben? Fakt ist, kein anderes Thema übt so viel Macht auf das männliche Geschlecht aus wie Sex und Erotik.

Antiquiert aber leider nach wie vor aktuell ist auch das Bild, welches Frauen und Männer in Bezug auf ihr Sexualleben im öffentlichen Leben haben. „Nur wenn du viele Frauen ins Bett bekommst, bist ein richtiger Mann“, so eine noch immer weit verbreitete Meinung, wenn Männer zum Thema Sex Stellung nehmen. Und die Öffentlichkeit akzeptiert das nicht nur, sondern verleiht dem Mann sogar noch Reputation. Bei Frauen ist das gänzlich umgekehrt. Nur selten sprechen sie in der Öffentlichkeit über Sex und schon gar nicht über ihr persönliches Sexualleben. Aber nicht etwa, weil sie es vielleicht nicht wollten - im Kreise von Freunden wird sehr wohl ausführlich über dieses Thema gesprochen - sondern weil es in der Gesellschaft einfach nicht akzeptiert ist. Sofort drückt das Umfeld dieser Frau den Stempel mit dem Aufdruck "Flittchen" auf die Stirn.

Aber Zeiten ändern sich ja bekanntlich und mit ihr auch Meinungen. Spätestens seit der erfolgreichen US Serie „Sex and the City“ kann Frau auch in der Öffentlichkeit befreit über das Thema Nummer Eins sprechen, zumindest einmal im Fernsehen.

von Christoph Fussi, Student an der Fachhochschule der Wiener Wirtschaft, Studiengang Journalismus
  • Die Girls von "Sex and the City" machens vor
    foto: orf

    Die Girls von "Sex and the City" machens vor

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