Infineon baut Forschungszentrum in Villach

15. Juli 2004, 16:59
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Aufwertung des Standortes Österreich - 270 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen

Villach - Der Chiphersteller Infineon Technologies Austria AG hat am Freitag in Villach den Baustart für das neue Forschungszentrum des weltweit operierenden Bereichs Automobil- und Industrieelektronik (AI) gegeben. Bei der Grundsteinlegung waren Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider sowie die Infineon-Vorstände Reinhard Ploss, Werner Reczek und Monika Kircher-Kohl anwesend. Im neuen Zentrum, das mit einem Aufwand von 7,7 Mio. Euro errichtet wird, werden 270 Mitarbeiter tätig sein.

Mehrfache Aufwertung des Standarots Villach

Der Infineon-Standort Villach war in den vergangenen Monaten mehrfach aufgewertet worden. In einem ersten Schritt wurden die Geschäftsbereichsleitung Automobil- und Industrieelektronik sowie der gesamte Bereich "Power Management & Supply" von Deutschland nach Österreich verlegt. Vor Kurzem wurden auch die Geschäftseinheiten "Silicon Discretes" ("Discretes" steht für in kleine Gehäuse gepackte Einzeltransistoren für die Mobilfunk- Consumer- und Automotive-Industrie) und der Produktionsverbund "Power Logic" in den Geschäftsbereich AI integriert. Power Logic umfasst die Produktion an den Standorten Villach, Regensburg und München-Perlach.

Der Bereich AI bei Infineon verzeichnet international ein stetiges Wachstum: Mit einem Umsatzplus von knapp 16 Prozent im Geschäftsjahr 2002/2003 (per 30. September) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden hier fast 1,4 Mrd. Euro erwirtschaftet. Infineon Technologies ist die Nummer 1 am europäischen Automobilelektronik-Markt und nimmt weltweit den zweiten Rang ein.

Weltweiter Konzern

Infineon Technologies bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Anwendungen in der drahtgebundenen und mobilen Kommunikation, für Sicherheitssysteme und Chipkarten, für die Automobil- und Industrieelektronik sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San José (Kalifornien), im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 32.300 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2003 einen Umsatz von 6,15 Mrd. Euro. Infineon Technologies Austria AG mit Sitz in Villach sowie mit Forschungs- und Entwicklungszentren in Villach, Graz und Linz generierte im Geschäftsjahr 2003 einen Gesamtumsatz von 533 Millionen Euro und beschäftigt österreichweit 2.600 Mitarbeiter. (APA)

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