Skepsis gegenüber Feminismus

21. Juli 2004, 16:05
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"Welt der Frau" berichtet über das Engagement katholischer Kirchenfrauen in der Slowakei

In der slowakischen Bischofskonferenz soll - so wie es auch in Österreich und anderen Ländern üblich ist -­ ein Bischof die Anliegen der Frauen vertreten. Für diesen "Frauenbischof" setzt sich Anna Kolkova, Leiterin des katholischen Verlages "Luc" ("Licht") in Bratislava ein. Sie hofft, dass er die Frauen und deren Arbeit in der Kirche unterstützen werde. Im Gespräch mit der österreichischen Frauenzeitschrift "Welt der Frau" berichtet die engagierte Katholikin auch über ihre Bemühungen um den Aufbau einer Katholischen Frauenbewegung in der Slowakei.

Starke Bindung an die Kirche

Laute Kritik gegen eine frauenfeindliche Haltung der Kirche kann sich Kolkova, genauso wie viele andere Katholikinnen, nicht vorstellen. Sie haben eine starke Bindung an die Kirche, die ihnen in der Zeit des Kommunismus als die aktive Glaubenspraxis nur im Untergrund möglich, zur geistigen Heimat wurde.

Die verschiedenen katholischen Frauengruppen betonen stark den Wert der Familie und grenzen sich gegenüber den Feministinnen ab. Diese setzen sich auch für das Recht auf Abtreibung und die Rechte Homosexueller ein. Die Elektrotechnikerin und fünffache Mutter Katharina Hulmanova stellt deshalb gegenüber "Welt der Frau" fest: " Bei uns sind die Feministinnen zu frech. Wir empfinden den Feminismus nicht als konstruktiv." Hulmanova engagiert sich bei "Frauen für Frauen", einem von europäischen Organisationen gesponserten Verein, der vor allem die Ausbildung von Frauen im ländlichen Raum und Vernetzungsarbeit zum Ziel hat. Dr. Martha Marsinova ist für viele, die "einzige christliche Feministin" der Slowakei.

Weitere Themen

Im Juni-Heft werden nicht nur die "Vorsichtigen Kämpferinnen" in der Slowakei, sondern auch unterschiedliche Männerrunden in Österreich vorgestellt. Es wird der Prägung durch Familientraditionen nachgegangen, und das gesunde Bedürfnis nach Nähe und Distanz in einer Partnerschaft erörtert. Die Debatte über eine nötige Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes bildet einen weiteren Themenschwerpunkt. Anläßlich ihres 95. Geburtstages ist der Dichterin Hilde Domin ein Porträt gewidmet. (red)

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