Wienerberger geht nach Russland

5. Juli 2004, 16:22
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Neues Ziegelwerk nördlich von Moskau soll Markteintritt erleichtern - Produktionsbeginn im April 2006 - Kapazität 120 Millionen Einheiten

Wien - Der österreichische Baustoffkonzern Wienerberger investiert 30 Mio. Euro in den Bau einer Ziegelfabrik in Russland. Wie das Wiener Unternehmen am Freitag mitteilte, wird das Werk in Kiprewo, 130 Kilometer nördlich von Moskau, hochwertige Vormauer- und Hintermauerziegel fertigen. Baubeginn ist im Herbst dieses Jahres, der Produktionsstart ist für April 2006 geplant. Für Wienerberger bedeutet das Projekt den Markteintritt in Russland.

Vorerst soll die Kapazität des Werkes bei 60 Millionen Ziegeleinheiten liegen, in der zweiten Ausbaustufe soll die Produktion auf 120 Millionen Einheiten verdoppelt werden. Künftig werden in dem neuen Wienerberger-Werk rund 100 Leute beschäftigt sein.

Russland einer der wichtigsten Zukunftsmärkte

Für die Ostexpansion von Wienerberger sei Russland mit einer Bevölkerung von rund 144 Millionen Menschen und großem Wachstumspotenzial einer der wichtigsten Zukunftsmärkte, hieß es weiter. In der ersten Phase seiner Aktivitäten will sich der Konzern auf den Großraum Moskau mit rund 20 Millionen Einwohnern und überdurchschnittlicher Kaufkraft konzentrieren. Der Markteintritt in Russland ist Teil des bereits angekündigten Wachstumsprogramms mit rund 20 kleineren, aber synergieträchtigen Projekten.

Wienerberger gilt als weltweit größter Ziegelhersteller. Im vergangenen Jahr 2003 hat das Unternehmen mit mehr als 12.200 Mitarbeitern den Umsatz um 10 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro gesteigert. Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich auf 190,2 Mio. Euro, ein Plus von 25 Prozent.

An der Wiener Börse notierte die Wienerberger-Aktie im heutigen Frühhandel mit 28,55 Euro um 0,21 Prozent moderat höher. Seit Jahresbeginn hat der im Leitindex ATX gelistete Titel um 34,8 Prozent zugelegt. (APA)

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