Mobilkom Austria im Oman abgeblitzt

4. Juli 2004, 18:30
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Mobilfunklizenz des Sultanats geht an ein Konsortium - Keine weiteren Ambitionen in Golfregion

Die Mobilfunktochter der Telekom Austria (TA), Mobilkom Austria, ist bei der Ausschreibung um den Aufbau des zweiten Mobilfunknetzes im zahlungskräftigen Sultanat Oman abgeblitzt. Die Vergabe erfolgte an ein Konsortium, an dem der staatliche Netzbetreiber Qtel aus Qatar, omanische Unternehmen sowie die TeleDanmark - Miteigentümer von One in Österreich - beteiligt sind, schreibt die "Presse" (Freitagausgabe).

Besseres Angebot

Die Qtel-Gruppe soll "um Häuser mehr geboten haben" als seine acht Mitbewerber, heißt es laut "Presse" in Telekom-Kreisen. Neben einer Einmalzahlung wurde von der Regulierungsbehörde in Oman eine Umsatzbeteiligung von zwölf Prozent gefordert.

Die Mobilkom habe Anfang April mit Lizenzkosten zwischen 20 und 25 Millionen Euro gerechnet. Durchgefallen in dem "hoch kompetitiven" Ausschreibungsprozess seien auch Konzerne wie British Cable & Wireless, die France-Telecom-Tochter Orange oder auch Mobilkom-Partner Vodafone.

Konzentration

Die TA-Handytochter, die bereits in Kroatien, Slowenien sowie in Liechtenstein tätig ist, wolle sich nun verstärkt auf die Region Südosteuropa konzentrieren, heißt es laut "Presse" bei der Mobilkom.

In der Golfregion gebe es derzeit keine weiteren Ambitionen, so die Zeitung. Gestern, Mittwoch, hat es wie berichtet noch geheißen, ein mögliches Mobilkom-Angebot in Saudiarabien sei noch in Prüfung.

Bulgarien

Auf der Liste an oberster Stelle stehe nun unverändert ein Einstieg bei MobilTel in Bulgarien, wo man über 50 Prozent erwerben will. Für ein Aktienpaket von 50,05 Prozent beim bosnischen Mobilfunkanbieter Eronet hat die Mobilkom Anfang der Woche 24 Millionen Euro geboten. (APA)

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