UNESCO-Musikpreis für Youssou N'Dour

2. Juli 2004, 11:29
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Der senegalesische Musiker gilt als Impulsgeber für Afrika und als Bindeglied zum Westen

Aachen - Der senegalesische Sänger Youssou N'Dour wird mit dem UNESCO-Musikpreis ausgezeichnet. Das teilte die Stadt Aachen am Donnerstag mit. N'Dour gilt als musikalischer Impulsgeber für Afrika und als Bindeglied zur westlichen Musik. Es hat mit Stars wie Peter Gabriel und Sting zusammengearbeitet. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen und der Internationale Musikrat verleihen den Preis für Verdienste um die Musik, für soziales Engagement und Völkerverständigung. Der Festakt findet am 28. Oktober in Aachen statt.

N'Dour sei einer der berühmtesten afrikanischen Musiker. "Er wählt eine Klangsprache, die nicht nur im Senegal verstanden wird", sagte Jury-Mitglied Isabel Pfeiffer-Poensgen. Durch die Verbindung von traditioneller Musik mit Rock- und Popelementen habe sich der 44-Jährige weltweit einen Namen gemacht. Zuletzt hatten 2002 die portugiesische Pianistin Maria Joao Pires und das Zentrum für traditionelle Musik in Oman den Musikpreis erhalten.

Mit der Auszeichnung an N'Dour würdige die Jury auch das persönliche Engagement des Musikers, der als Komponist, Bandleader und Produzent arbeitet. Eine von ihm gegründeten Stiftung fördert soziale Projekte. Daneben unterstütze er mit seinem Geld Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur des Landes.

Der UNESCO-Musikpreis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Musik. Sie besteht aus einer Urkunde, einer Medaille und einem Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin, Herbert von Karajan und Mercedes Sosa. (APA/dpa)

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    Youssou N'Dour

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