E.ON kündigt RHI-Ausstieg an

15. Juli 2004, 16:59
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Zehn-Prozent-Paket verkauft - Marktplatzierung über Deutsche Bank - Paket zu Börsenkursen 36 Millionen Euro wert

Wien - Der deutsche Energieriese E.ON, mit knapp 10 Prozent bisher größter Einzelaktionär der börsenotierten RHI AG, hat seine Anteile an dem Feuerfesthersteller zur Gänze abgestoßen. Das gab RHI Donnerstagnachmittag bekannt. Gemessen am aktuellen Börsenkurs ist dieses Paket rund 36 Mio. Euro wert. Die Aktien wurden in einem Block-Trade am Markt platziert. "Der Verkauf erfolgte über die Deutsche Bank", sagte ein RHI-Sprecher zur APA.

Mit dem Ausstieg der E.ON erhöht sich der Streubesitz nun auf 85,3 Prozent. Der Verkauf des RHI-Pakets sei am Kapitalmarkt und bei RHI selbst schon lange erwartet worden, hieß es. Zumal die Beteiligung für die Deutschen kein Kerngeschäft darstellte.

Aktien seit Mitte der 90er Jahre

Die E.ON AG beziehungsweise ihre Rechtsvorgängerin VIAG hielt RHI-Aktien seit Mitte der 90er Jahre gehalten, als VIAG die deutsche Didier-Werke an RHI verkauft hatte.

Aktionäre mit meldepflichtigen Anteilen sind weiterhin mit 9,5 August Francois von Finck (Schweiz), Sohn des deutschen Industriellen August von Finck, und mit 5,2 Prozent Wilhelm Winterstein (Deutschland), ehemals Aufsichtsratschef der Didier-Werke.

Seit Jahresbeginn 2004 hat sich der Kurs der RHI-Aktie, von rund 15 Euro auf aktuell 17,90 Euro und damit um etwa 20 Prozent verbessert. Im vergangenen Jahr war RHI bester Wert im Wiener Börsenleitindex ATX mit einem Kursanstieg von 105 Prozent.

RHI fertigt feuerfeste Verkleidungen für Industrieöfen (Stahl, Zement, Glas) und produziert daneben auch Baustoffe (Dämmen). 2003 setzte der weltweit tätige Konzern mit über 7.800 Mitarbeitern 1,23 Mrd. Euro um.(APA)

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