GPA prüft "falsche" KV-Einreihung von neuen BA-CA-Mitarbeitern

1. Juli 2004, 13:40
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Sallmutter: Substantielle Einbußen beim Verdienst und bei KV-Ansprüchen - Management agiert unprofessionell

Wien - Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) wird gemeinsam mit dem Betriebsrat die ihrer Meinung nach offenbar falsche Zuordnung von neu eintretenden Mitarbeitern der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) in das als Handelsunternehmen geführte Tochterunternehmen BA-CA Finanzservice GesmbH rechtlich beeinspruchen.

"Es ist völlig inakzeptabel, dass für Angestellte der BA-CA, die bankenspezifische Tätigkeiten verrichten, nicht der dafür gültige Sparkassenkollektivvertrag, der über Jahrzehnte etwa in der Zentralsparkasse der Stadt Wien Anwendung gefunden hat und danach von der BA-CA erfolgreich weitergeführt wurde, gilt", kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter.

Einbußen beim Verdienst

Durch diese möglicherweise falsche Einordnung von Beschäftigten kommt es laut GPA zu substantiellen Einbußen beim Verdienst und bei kollektivvertraglichen Ansprüchen.

"Das unprofessionelle Verhalten des BA-CA-Managements, des Vorstandes aber auch des Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Randa bedroht die bisher sehr erfolgreiche Entwicklung der Bank", führt Sallmutter am Donnerstag in einer Pressemitteilung aus. Unsicherheit und Zukunftsängste von Mitarbeitern seien sicher nicht dazu geeignet, eine erfolgreiche Zukunft für das Unternehmen sicher zu stellen. Der Betriebsrat könne sich jedenfalls auf die volle Unterstützung der GPA verlassen.

Ausgegeliedert angestellt

Wie berichtet stellt die BA-CA in jüngster Zeit die Neueintretenden nicht in der BA-CA AG, sondern in der ausgegliederten Finanzservice GesmbH an. Laut GPA ist auch die Zuordnung dieses BA-CA Tochterunternehmens in den Bereich Handel fragwürdig.

Die BA-CA hat ihr Vorgehen zuletzt damit begründet, dass sie sich auf Grund des "unzeitgemäßen" Sparkassen-KV gezwungen sehe, neue Mitarbeiter und auch Lehrlinge in der BA-CA Finanzservice GmbH anzustellen. Lehrlinge würden dort "deutlich besser", nämlich um brutto 1.500 Euro mehr im Jahr verdienen. Dazu komme noch eine leistungsbezogene Komponente: 1 1/2 Monatsgehälter könnten pro Jahr noch dazuverdient werden. (APA)

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