Neues Gesetz soll Tauschbörsen verbieten

12. Juli 2004, 14:44
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US-Senatoren bringen Gesetzesentwurf gegen Kazaa und Co. ein - Urheberrecht soll P2P Einhalt gebieten

Laut einem Bericht der Computerwoche machen sich derzeit mehrere US-Senatoren - rund um den republikanischen Senator Orrin Hatch - für ein Gesetz stark, welches nach Expertenmeinung das Ende für P2P-Tauschbörsen im Internet bedeuten würde.

Strafe für Bereitstellung

Die Senatoren haben einen Gesetzesentwurf eingebracht, der eine Strafe für die Bereitstellung von Systemen und Techniken vorsieht, deren Anwendung eine Verletzung der Urheberrechte bedeutet. Senator Hatch, seines Zeichens Vorsitzender des Justizausschusses, verglich erst kürzlich Tauschbörsenbetreiber mit einer Figur des Bösewichts aus dem Film "Chitty Chitty Bang Bang", der die Kinder mit kostenlosen Süßiglkeiten zum Mitgehen in seine Firma überredet. Der neue Gesetzesentwurf, für den mit einer breite Unterstützung durch die Senatoren gerechnet wird, wirft jedoch auch für andere Bereiche neue Fragen auf. So könnten Hersteller von Videorekordern, MP3-Playern, CD- oder DVD-Brennern ebenfalls unter diese Regelung fallen. Auch Webseiten-Betreiber die P2P-Software zum Download anbieten oder auf diese Angebote verlinken würden sich strafbar machen. Wie es von Seite der Senatoren heißt, würden aber noch entsprechende Modifikationen und genauere Richtlinien diskutiert werden, um das Gesetz eindeutiger und judizierbarer machen zu können.(red)

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