Pink Box TV: "Fernsehen selbst gemacht"

1. Juli 2004, 23:21
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In der Reihe "Televisuelles Leben" thematisiert der Salzburger Kunstverein die "künstliche Realität"

"Pink Box TV" heißt die aktuelle "Installation mit Programm" mit der ein vierköpfiges Künstler-Kollektiv im Salzburger Künstlerhaus die künstlichen Realitäten des Fernsehens thematisiert und zugleich dem Publikum ein illusionäres Spiel rund um selbst gemachtes Fernsehen anbietet. Dieses Projekt ist Teil der Serie "Televisuelles Leben", die den Salzburger Kunstverein während des gesamten Jahres beschäftigt.

Fiktive Fernsehfirma

Erich Hable, Peter Haas, Birgit Sattlecker und David Moises haben eine fiktive Fernsehfirma gegründet und ein rosa (für das wirkliche Fernsehen extrem unbrauchbare Farbe, Anm.) TV-Studio im Künstlerhaus eingerichtet. Diese Pink Box wurde mit Kameras, Scheinwerfern, Bildschirmen und Übertragungswagen ausgestattet. Das Publikum ist nun eingeladen, seine eigene Sendung zu gestalten, die, so das Kollektiv verschmitzt, vielleicht sogar aufgezeichnet und gesendet wird. "Wir wollen das Publikum spüren lassen, wie es sich anfühlt, vor einer laufenden Kamera zu sitzen und beispielsweise zu diskutieren. Damit soll der gängige Fernsehbetrieb spielerisch nachgezeichnet und zugleich ironisiert werden", erklärten die Künstler.

Neben dem bis 18. Juli geöffneten Fernsehstudio werden eine Reihe von Veranstaltungen, Events und Performances in der Pink Box angeboten. Darunter Vorträge über Geschichte und Technik des Fernsehens, inszenierte Talkshows, eine Kochsendung, eine Sendung über Literatur sowie ein Telekolleg. (APA)

Alle Veranstaltungen sind frei zugänglich, Detailinformationen unter 0662 / 84 22 94 oder salzburger-kunstverein.at
  • Artikelbild
    foto: salzburger-kunstverein.at
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