Porr will Ertragskraft heuer weiter steigern

1. Juli 2004, 14:05
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Vorsteuerergebnis nach erstem Quartal noch negativ - Wetter in Österreich spielte nicht mit - Bauleistung bis März stabil

Wien - Der Wiener Baukonzern Porr rechnet für 2004 mit einem Rückgang der Bauleistung um 4,5 Prozent auf 1,787 Mrd. Euro, will in diesem Jahr aber seine Ertragskraft weiter anheben.

Wie Österreichs zweitgrößtes Bauunternehmen heute, Donnerstag, mitteilte, werden Betriebserfolg (EBIT) und Vorsteuergewinn (EBT) nach der Dekonsolidierung des Teilkonzerns UBM absolut betrachtet zwar geringer, auf vergleichbarer Basis jedoch besser ausfallen als im Vorjahr.

Der Auslandsanteil an der Gesamtleistung soll heuer weiter ansteigen, denn Porr will bei seinen geplanten Akquisitionen den Fokus sowohl auf bestehende als auch neue Auslandsmärkte richten.

Im ersten Quartal 2004 saß der Konzern noch auf Verlusten: Bei einer leicht gestiegenen Leistung von 269,9 (Vorjahr 267,6) Mio. Euro wies das EBT Ende März einen Fehlbetrag von 4,0 (nach 1,0) Mio. Euro aus.

Witterungsbedingte Leistungsrückgänge

Wie es dazu im jüngsten Aktionärsbrief hieß, resultiere das Minus zur Gänze aus witterungsbedingten Leistungsrückgängen in Österreich im Straßenbau und aus dem verminderten Verkauf von Beton, Schotter und Kies. Der Hochbau sowie die anderen Tiefbausparten hätten sich dagegen positiv entwickelt. Bei den Auslandsaktivitäten lag der überwiegende Teil den Angaben zufolge schon nach dem ersten Quartal in der Gewinnzone.

Schwächer zeigte sich nach den ersten drei Monaten der Gesamtauftragsbestand, der mit 1,154 Mrd. Euro um 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,192 Mrd. Euro lag. Der Auftragseingang fiel von 202,7 Mio. Euro um 16,6 Prozent auf 169,0 Mio. Euro zurück.

Der Porr-Konzern beschäftigte im ersten Quartal 2004 durchschnittlich 7.776 Mitarbeiter, um 3,8 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum mit damals 8.082. Per Ende März lag der Personalstand bei 8.542 (Vorjahr: 9.224) Beschäftigten. (APA)

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