Konsument: Antigelsenmittel oft unwirksam

6. Juli 2004, 10:58
2 Postings

Inhaltsstoffe für kleine Kinder problematisch, ätherische Öle unwirksam

Wien - Erst vor wenigen Tagen prognostizierten Experten aufgrund der Wetterbedingungen eine wahre "Gelseninvasion", die Zeitschrift Konsument testete in ihrer Juli-Ausgabe Mittel, um sich vor den lästigen Blutsaugern zu schützen. Manche der getesteten Repellents enthielten bedenkliche Inhaltsstoffe, fünf von zehn Produkten erwiesen sich in ihrer Wirksamkeit als "nicht zufrieden stellend": Die Tester trugen viele juckende Stiche davon.


Problematische Inhaltsstoffe für Säuglinge und Kleinkinder

Der Testsieger Autan Active Lotion schaffe es fast fünf Stunden lang, Gelsen fern zu halten. Außerdem enthält das Produkt den Inhaltstoff Bayrepel, das laut "Konsument" weniger bedenklich ist als DEET, mit dem das ebenfalls sehr wirksame Anti Brumm forte die Quälgeister verscheucht. Für Säuglinge und Kleinkinder seien beide Wirkstoffe problematisch. Auch Erwachsene sollten sich nicht großflächig und häufig mit Repellents einschmieren. Vier Lotionen enthielten als Hauptwirkstoff ätherische Öle. Sie erwiesen sich allesamt als unwirksam, so das Magazin.

Gelsenstecker und Ultraschallgeräte wenig empfehlenswert

Im Freien ist maßvolles Einreiben die geeignetste Methode, die lästigen Insekten auf Distanz zu halten, raten die Tester. Gelsenstecker oder Ultraschallgeräte werden von den Verbraucherschützern als weniger empfehlenswert eingestuft. Zuhause helfen Fliegengitter an den Fenstern. Gelsen stechen auch durch die Kleidung, etwa Feinstrumpfhosen. Feste Stoffe, die nicht zu eng anliegen, schützen.

Zwei Gelsen-Gattungen sind bei uns zu finden. Die Culex-Arten sind dämmerungs- und nachtaktiv, sie stechen, wenn man sich wenig bewegt. Auf die aggressiveren Aedes-Arten trifft man bei Aktivitäten im Freien, vor allem in Feuchtgebieten.

Damit arbeiten Repellents:

  • - Bayrepel (Hydroxyethyl-Isobutyl-Piperidin Carboxylat): Wirkstoff in Autan-Produkten, führt selten zu Hautirritationen. Toxikologisches Risiko relativ gering.
  • - Diethyltoluamid (DEET): Nach häufiger Anwendung in hoher Konzentration wurde von gesundheitlichen Schäden (Hautreizungen bis Störungen des Nervensystems) berichtet.
  • - Ethyl-Butylacetyl-Aminopropionat: Angaben über mögliche gesundheitliche Risiken liegen nicht vor. Hautreizung ist möglich.
  • - Dimethylphthalat: Augen, Haut und Schleimhäute können gereizt werden. Längere und wiederholte Anwendung sollte vermieden werden.
  • - Ätherische Öle: Unwirksam. Hautirritationen und unangenehmer Geruch sind möglich.
  • - Birkenholzteer: Intensiver, übler Geruch, der auch nach mehrmaligem Waschen nicht verschwindet. (APA/red)
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Mückenmittel: Für Säuglinge und Kleinkinder problematisch

Share if you care.