"Es gibt befähigte Frauen für den Posten"

21. Juli 2004, 16:05
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Streit um ChefInnenposten in der Gesundheitsagentur Ages landet vor der Gleichbehandlungskommission

Wien - So richtig zur Ruhe kommt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (Ages; gehört Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium) nicht. Seit es sie gibt, sorgten Besetzungen für Aufregung, zuletzt kritisierte der Rechnungshof.

Um eine Personalie geht es auch diesmal. Ausgeschrieben ist der ChefInnenposten des Instituts Mödling, wo rund 100 MitarbeiterInnen in der Tierseuchendiagnostik arbeiten. Derzeit leitet Ages-Manager und Tierarzt Michael Schönbauer das Institut interimistisch.

Die von der Salzburger Asap Consulting begleitete Ausschreibung verlangte einen habilitierten Fachtierarzt; acht BewerberInnen gab es, darunter drei Frauen und Institutsmitarbeiter. Das Bewertungsteam hat sich für den deutschen Veterinär Joachim Weikel entschieden.

Gleichbehandlungskommission eingeschaltet

Das lässt die Wogen hochgehen. Der Fall ist jetzt bei der Gleichbehandlungskommission gelandet, da es laut einem Involvierten "befähigte Frauen für den Posten gibt". Interimschef Schönbauer, der im Auswahlteam war, sieht das anders: "Es gab einen ganzen Haufen Bewerber. Es ist nicht zu glauben, wer sich beworben hat; das ist tollkühn von den Leuten." Weikel, der in einem Münchner BSE-Labor arbeite, sei der Richtige. Und, so Schönbauer: "Wenn ich einen Schwächling zulasse, ärgere ich mich bis zur Pensionierung." Ages-Sprecher Oskar Wawschinek kalmiert: "Die Entscheidung fällt im Juli. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand systematisch benachteiligt wurde." (gra/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.6.2004)

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