bauMax: Abfindung für Streubesitz auf 20,58 Euro aufgebessert

1. Juli 2004, 10:56
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Vier Euro über bisherigem Rückkaufangebot - IVA-Rasinger: Können "mit Anstand auseinander gehen"

Wien - Nach heftigem Druck durch Kleinaktionärsvertreter haben die Mehrheitseigentümer der börsenotierten Klosterneuburger Heimwerkerkette bauMax ihr bisheriges Abfindungsangebot für den Streubesitz bei der heutigen Hauptversammlung von 16,58 Euro um rund ein Viertel auf 20,58 Euro je Aktie aufgebessert. Dies teilte Wilhelm Rasinger, Chef des Interessenverbands für Anleger (IVA), Mittwochabend mit.

Zuletzt waren nach einem freiwilligen öffentlichen Aktienrückkauf der Haupteigentümer-Familie Essl noch 3,57 Prozent in Streubesitz gewesen. Die nun aufgebesserte Abfindung kommt laut Rasinger allen Free-Float-Aktionären - also auch jenen, die auf das ursprüngliche Angebot bereits eingegangen waren - zu Gute.

"Mit Anstand auseinander gehen"

Die Aufbesserung sei recht ordentlich, "auf diese Weise können bauMax und seine Aktionäre mit Anstand auseinander gehen", zeigte sich Rasinger nach der HV zufrieden. Der Durchbruch sei erst spät, kurz nach 17 Uhr, erfolgt. Die jetzt gebotenen 20,58 Euro verstehen sich als Abfindungspreis von 20 Euro zuzüglich einer Dividende von 58 Cent für 2003.

Die bauMax-Vorzugsaktien waren im Jahr 1990 zu einem Stückpreis von damals 450 Schilling (32,70 Euro) an der Börse platziert worden. Der zuletzt zustande gekommene Kurs der Aktie lag gestern, Dienstag, bei 18,20 Euro.

Auf der Tagesordnung der heutigen bauMax-HV war die Abspaltung des Streubesitzes (Squeeze-out) gestanden. Der Rückzug von der Wiener Börse soll nach früheren Angaben bis spätestens September erfolgen. (APA)

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