Ölpreis sinkt nach Aufnahme von Ölexporten aus Nordirak

6. Juli 2004, 11:43
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Pipeline aus Krikuk vor drei Wochen durch Anschläge unterbrochen

Kirkuk - Der Irak hat am Mittwoch seine Ölexporte aus dem Norden des Landes wieder aufgenommen und damit zu einem Rückgang der Ölpreise auf dem Weltmarkt beigetragen. Die Reparaturen an der von den Ölfeldern um Kirkuk in den türkischen Mittelmeer-Hafen Ceyhan führenden Pipeline seien abgeschlossen, sagten Vertreter der Ölgesellschaft North Oil Company.

200.000 Fass täglich

Der Export sei mit täglich 200.000 Fass (ein Fass entspricht knapp 159 Liter) aufgenommen worden. Wann Öltransporter in Ceyhan wieder Ölladungen aufnehmen können, ließen die Vertreter der North Oil Company offen. Der Export von den nördlichen Ölfeldern im Irak war vor etwa drei Wochen nach einem Anschlag auf die Pipeline unterbrochen worden.

Ein Fass der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im August verbilligte sich am Mittwoch in London um 38 Cent auf 35,23 Dollar (29,15 Euro). Leichtes US-Öl gab einen halben Dollar auf 37,75 Dollar nach.

13 Millionen Fass seit der Invasion

Auf Grund wiederholter Anschläge hat der Irak seit der von den USA angeführten Invasion im vergangenen Jahr gerade einmal rund 13 Millionen Fass Öl über Ceyhan ausgeführt. Vor dem Krieg waren es pro Tag 800.000 Fass.

Aus dem Süden des Landes exportiert der Irak derzeit mehr als eine Million Fass täglich - vor dem Irak-Krieg waren es 1,8 Millionen Barrel. Die Ölexporte sind die wichtigste Geldquelle für den Wiederaufbau des Landes. (APA/Reuters)

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