Wiki verbreitet keine Porno-Websites

4. Juli 2004, 18:39
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Neue Version von SnipSnap soll Missbrauch verhindern

Unseriöse Pornoanbieter haben das Wikitool "SnipSnap" der Ludwig-Maximilians-Universität in den vergangenen Monaten verstärkt überschwemmt. Verweise auf eigene Webangebote sollten generiert und das Ranking bei Suchmaschinen wie Google verbessert werden.

FIRST

Entwickelt wurde SnipSnap vom Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST). Neben einer internen Nutzung von Projektgruppen, kann das Tool auch für die gemeinsame Verwaltung von Websites genutzt werden. Das "Wiki-Prinzip" wurde 1995 von Ward Cunninham erfunden. Statt Websites selbst zu aktualisieren, können Benutzer die Inhalte mitgestalten, indem sie in den Editor-Modus wechseln und Seiten selbst bearbeiten. Das größte deutschsprachige Wiki im Internet ist derzeit das Lexikon "Wikipedia" mit über 90.000 Artikeln.

Frei

Ähnlich arbeitet auch SnipSnap, das als Opensource-Software im Internet verfügbar ist und von Interessenten für die Erstellung eigener Websites frei genutzt werden kann. Da es zum Grundprinzip von Wikitools gehört, einer möglichst großen Gruppe einen unkomplizierten Zugang bereitzustellen, kann laut FIRST ein Missbrauch der Technologie durch unseriöse Anbieter nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

"Für verdächtige Links gibt es eigene Sperrlisten"

"In der neuesten Version von SnipSnap können automatisch generierte Linklisten komplett abgeschaltet werden. Für verdächtige Links gibt es eigene Sperrlisten", erklärt Matthias Jugel, SnipSnap-Entwickler bei Fraunhofer FIRST. "Da uns das Problem in den letzten Monaten verstärkt aufgefallen ist, haben wir mit Hochdruck an einer Verbesserung gearbeitet", so Jugel. Für die Kontrolle von Inhalten einer Website sind jedoch weiterhin die Betreiber verantwortlich. (pte)

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