Nach Kritik von Datenschützern will Google E-Mail-Konzept prüfen

18. Juli 2004, 12:04
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Neuer Service soll sich über kontextbezogene Werbung finanzieren

Google hat angekündigt, seinen geplanten E-Mail-Service "Gmail" auf Datensicherheit zu überprüfen. Das sagte der Vorsitzende der europäischen Datenschutzgruppe und deutsche Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, am Mittwoch in Brüssel. Google habe der Gruppe das neue System vorgestellt. "Die Möglichkeit, E-Mails über einen sehr langen Zeitraum zu speichern und den Speicher systematisch zu durchsuchen, hat uns Sorge bereitet", sagte Schaar.

Nur in englischer Sprache

Bisher ist die E-Mail-Funktion des weltweit erfolgreichsten Suchmaschinen-Betreibers nur in englischer Sprache verfügbar. Der neue Service soll sich über kontextbezogene Werbung finanzieren. Dafür können die Mail-Bestände für die Platzierung der Werbeeinblendungen nach Schlüsselbegriffen durchsucht werden.

Wettrüsten

Unterdessen hat sich die Konkurrenz in Europa bereits gut gerüstet. Der Internet-Portalbetreiber Lycos Europe bietet inzwischen einen eigenen E-Mail-Dienst mit einem Speichervolumen von ebenfalls einem Gigabyte an. Anders als bei Google soll die Nutzung des elektronischen Postfachs komplett werbefrei sein, sich dafür aber über einen monatlichen Nutzungspreis finanzieren. (APA)

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