Fiat bringt neues Modell Lancia Musa auf den Markt

18. Juli 2004, 18:27
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60 Millionen Euro wurden dafür investiert - Demel: Automarkt leicht im Aufschwung

Rom/Venedig - Die italienische Autogruppe Fiat stellt das neue Lancia-Modell "Musa" vor, für das der Turiner Konzern 60 Mio. Euro investiert hat. Das neue Auto, das zwischen 17.000 und 23.0000 Euro kostet, wird in den Turiner Produktionswerken Mirafiori hergestellt und ab 18. September auf den Markt gebracht. Fiat hofft, jährlich 40.000 Einheiten des neuen Modells zu produzieren.

"Gäste, nicht Passagiere" ist der Slogan, mit dem Fiat die Europäer für den Komfort des neuen Autos gewinnen will, das erste, das seit dem Amtsantritt des Österreichers Herbert Demels als Geschäftsführer der Autosparte auf den Markt gebracht wird. Demel zeigte sich mit der Entwicklung bei Fiat zufrieden, der in den vergangenen Jahren die schwierigste Krise seiner über 100-jährigen Geschichte erlebt hat. "Im Mai ist der Markt in Europa um 1,8 Prozent gewachsen, während die Marken der Fiat-Gruppen um 4,4 Prozent gestiegen sind", sagte Demel bei der Vorstellung des neuen Automodells in Venedig.

"Wachsen in Europa"

"Mit den neuen Modellen kann Fiat Auto in Europa wachsen, doch wir müssen noch hart arbeiten, weil wir noch zu stark vom italienischen Markt abhängig sind. Der Start von Musa ist eine wichtige Etappe für uns. Fiat braucht eine Elitemarke wie Lancia, die auf Eleganz und technologische Innovation setzt", erklärte Demel.

Der jüngste Wechsel an der Fiat-Spitze scheint Demel nicht berührt zu haben. "Die Manager können wechseln, die Ziele der Gruppe nicht. Ich habe oft Kontakte mit dem neuen Fiat-Präsidenten (Luca Cordero di) Montezemolo und mit Geschäftsführer Sergio Marchionne. Es sind Personen, die auf uns hören", berichtete Demel, der im vergangenen Herbst zum neuen Geschäftsführer der Fiat Auto aufgerückt ist.

Über die Zukunft von Fiats Partnerschaft mit dem amerikanischen Partner General Motor (GM) sagte Demel: "Wir werden mit General Motors noch einige Jahre verhandeln, da wir mit ihnen zwei industrielle Join Ventures aufgebaut haben". GM hält derzeit einen 20-prozentigen Anteil an der Turiner Gruppe. Der amerikanische Koloss arbeitet derzeit an einer Umstrukturierung seines europäischen Geschäfts. (APA)

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