Kleider Bauer übernimmt Hettlage Österreich

1. Juli 2004, 10:56
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Hettlage Österreich wird fortgeführt - Stillschweigen über Kaufpreis

Wien - Die Kleider Bauer-Eigentümer Peter und Werner Graf haben gemeinsam mit dem Hettlage-Masseverwalter Stephan Kasseroler eine Auffanggesellschaft gegründet, die zwei Drittel des Konkursunternehmens fortführen wird. Damit ist der Fortbestand gesichert.

Die Mitarbeiter können aufatmen. "Jeder Mitarbeiter, der bei uns weiterarbeiten möchte, soll die Chance dazu bekommen", zeigt sich die Geschäftsführung von Kleider Bauer optimistisch, ihr Anliegen, möglichst vielen Hettlage-Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz zu erhalten, umzusetzen. Die Kleider Bauer-Geschäftsführung lädt jeden Hettlage-Mitarbeiter ein, sich bei Kleider Bauer zu bewerben, unabhängig davon, in welcher Hettlage-Filiale er jetzt arbeitet.

"Mitarbeiter persönlich informieren"

Daher finden bereits seit Dienstag in allen 13 Hettlage-Filialen Betriebsversammlungen statt, bei denen, so die Geschäftsführung, "wir die Mitarbeiter persönlich informieren" und die durchwegs auf ein positives Echo stoßen.

530 Mitarbeiter in 13 Filialen in Österreich sind von dem Konkurs des deutschen Unternehmens Hettlage betroffen. Der Übernahmevertrag des für Kleider Bauer bisher "durchaus ernstzunehmenden Mitbewerbers am österreichischen Modemarkt" wurde Montag Abend unterschrieben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

"Hettlage Österreich wurde 'Opfer' des Konkurses der deutschen Mutter. Jetzt ist es Teil eines 100 Prozent österreichischen Familienunternehmens und 'in besten Händen'", so Werner Graf, Geschäftsführer von Kleider Bauer.

Erst im Jahr 2000 wurden 30 Kleider Bauer-Filialen mit 1.200 Mitarbeitern vom österreichischen Familienunternehmen, das auch die hochwertige Linie Hämmerle - Das Modehaus und Otto Graf führt, übernommen. (APA)

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