Süddeutscher Verlag will aus Münchener Innenstadt wegziehen

1. Juli 2004, 23:32
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Aus Kostengründen

Der Verlag der "Süddeutschen Zeitung" hat aus Kostengründen sein Stammhaus in der Münchener Innenstadt verkauft und will das Gebäude nach rund 60 Jahren verlassen. Der Gebäudekomplex nahe des Marienplatzes im Herzen Münchens sei an eine Immobiliengesellschaft verkauft worden, teilte der Süddeutsche Verlag am Dienstag mit.

Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, in Branchenkreisen war von einem "gut dreistelligen Millionenbetrag" die Rede.

In dem Gebäude an der Sendlinger Straße war die "Süddeutsche Zeitung" im Oktober 1945 als Lizenzblatt gegründet worden. Derzeit arbeiten auf dem Areal rund 1.000 Beschäftigte.

Hohe Kosten in der Innenstadt

Der Süddeutsche Verlag, der 2003 nach zwei Verlustjahren und einer harten Sanierung wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt war, will den Gebäudekomplex auf vier Jahre mieten. Danach sollten alle Münchener Mitarbeiter an einem neuen Standort konzentriert werden. "Für ein modernes Hochaus-Bürogebäude in München-Steinhausen läuft derzeit die Planungsphase."

In dem Viertel am östlichen Stadtrand befindet sich bereits das Druckzentrum des Unternehmens. Der Verlag begründete den Schritt zum einen mit den hohen Kosten in der Münchener Innenstadt. "Zweitens wurde durch den Verkauf die Liquiditätslage des Unternehmens nachhaltig gesichert." Der Süddeutsche Verlag ist zu 49 Prozent am STANDARD beteiligt. (APA/Reuters)

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