Make Love not Money

18. Juli 2004, 18:22
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Auch bei so manchem Investmentbanker setzt sich mittlerweile eine alte Binsenweisheit durch: Geld ist nicht alles

Wien - Mit einem ungewöhnlichen Rat haben sich die Aktienstrategen und Analysten der renommierten Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein zuletzt an ihre Kunden gewandt: "Have sex!", so eine der Schlussfolgerungen einer pointierten ökonomischen Analyse von Parametern des persönlichen Wohlbefindens.

Während in den Research-Reports des Investmenthauses sonst eher trockene Materien wie Währungsprognosen, ökonometrische Analysen von Kurszeitreihen und Aktienempfehlungen abgehandelt werden, sollen diesmal zehn Tipps zum persönlichen Glück gegeben werden.

Geld macht nicht glücklich

"Don't equate happiness with money", so der erste Rat der Geldspezialisten von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Die Analysten berufen sich dabei auf mehrere empirische Studien, denen zufolge ein hohes Einkommen nur eine untergeordnete Rolle für persönliches Glück spielt.

So habe eine Umfrage unter über 7.000 Studenten einen negativen statistischen Zusammenhang zwischen der Wertschätzung von Geld und persönlicher Zufriedenheit gezeigt. Jene Studenten, die laut Befragung Liebe mehr Stellenwert einräumten als Geld, gaben statistisch gesehen auch bessere Werte für ihre persönliche Zufriedenheit an.

Make Love!

Entsprechend empfehlen die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein auch Zeit in Beziehungen zu investieren. Sex - "vorzugsweise mit jemandem, den man liebt" - sei überhaupt der größte Generator von Glück.

Körperliches Wohlbefinden dürfte ebenfalls einen hohen Stellenwert für persönliche Zufriedenheit einnehmen. So findet sich unter den weiteren Tipps der Analysten der Ratschlag regelmäßig zu trainieren und ausreichend zu schlafen.

Sex liegt im Trend

Die Beschäftigung mit persönlichem Wohlbefinden und auch Sexualität dürfte bei Ökönomen überhaupt im Trend liegen. Erst vor wenigen Tagen berichteten Nachrichtenagenturen über eine Studie von David Blanchflower vom Dartmouth College in Hanover (US-Bundesstaat New Hampshire) und Andrew Oswald von der Universität Warwick in Großbritannien. Die beiden Autoren haben versucht, das Glück, das die Liebe Männern und Frauen im Bett beschert, erstmals in Geldwerten zu messen.

Demnach "bereichert" sich ein Paar umgerechnet um 49.000 Dollar (rund 40.000 Euro) pro Jahr, wenn es vier Mal oder öfter statt ein einziges Mal im Monat Sex genießt. Das Ergebnis resultiert aus einer komplizierten ökonomischen Kalkulation, die Glückseinheiten in Dollar aufrechnet. Fazit der Studie: Nichts macht Erwachsene gleich welchen Geschlechts und Alters so glücklich wie Sex. (APA)

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    Persönliches Glück zählt mehr als Geld, lässt sich aber auch in Geld ausdrücken: Ein glückliches Paar "bereichert" sich um 49.000 Dollar pro Jahr.

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