Frische Brise von Macromedia für die Zusammenarbeit im Netz

2. Juli 2004, 15:32
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"Breeze" bringt Powerpoint-Präsentationen ins Internet - Druckertreiber bringt Dokumente aller Art ins Flash-Format

Ob auf Tagungen und Konferenzen, im Unternehmen oder im Schulunterricht, überall bietet sich das gleiche Bild: Tag für Tag werden die Wände der Republik mit Powerpoint-Präsentationen überzogen. Jetzt beschreitet die amerikanische Softwarefirma Macromedia neue Wege, um diese Illustrationen von Vorträgen ins Internet zu holen, ortsunabhängig für ein größeres Publikum zu erschließen und in Online-Meetings einzubinden.

Vorstoß

"Breeze" nennt Macromedia seine Entwicklung, mit der das verbreitete Flash-Format verstärkt in Anwendungen wie E-Learning und Online-Konferenzen vorstoßen soll. Ohne irgendwelche Vorkenntnisse können damit auf verblüffend einfache Weise Inhalte aller Art ins Netz gestellt werden. Breeze ist keine neue Mammut-Software, sondern wird als Plugin, als kleines Zusatzprogramm, in Microsoft Powerpoint installiert.

Start

Wird zu einer fertigen Präsentation der Breeze-Assistent über das Powerpoint-Menü gestartet, kann man zu jeder Folie einen Vortragstext ins PC-Mikrofon sprechen. Die Audio-Daten werden zusammen mit den Powerpoint-Daten über das Internet zum Server mit der Breeze-Plattform geschickt. Dieser wandelt alles in einen Flash-Film um und schickt unmittelbar danach eine E-Mail mit einem Link, unter dem man das fertige Werk im Browser anzeigen kann.

Plattformunabhängig

Jetzt werden die Powerpoint-Folien wie gewünscht abgespielt - unabhängig vom Betriebssystem. Mit einer zusätzlich in dem Flash-Film eingerichteten Navigationsleiste kann man sich zwischen den Folien hin- und herbewegen. Über Zugangsberechtigungen lässt sich festlegen, ob die Web-Site mit der Präsentation öffentlich oder nur für einen eingeschränkten Kreis von Personen zugänglich sein soll.

Publishing

Einfache Präsentationen lassen sich mit wenigen Mausklicks veröffentlichen. Für speziellere Bedürfnisse bietet Breeze aber auch eine Reihe von Werkzeugen, um etwa den ins Mikrofon gesprochenen Text sekundengenau mit dem Folienwechsel abzustimmen. Für Online-Kurse und Ausbildungsprogramme gibt es zusätzliche Bausteine, etwa zur Gestaltung und Auswertung eines Online-Fragebogens. Damit neben der Präsentation der persönliche Austausch nicht zu kurz kommt, kann man sich mit dem Modul Breeze Live zu Online-Konferenzen treffen, deren Videobilder und Tonbeiträge im Internet übertragen und auf Wunsch auch aufgezeichnet werden.

Während eines solchen Online-Meetings können auch spontan Dokumente aller Art vorgelegt werden. Dafür gibt es unter der Bezeichnung FlashPaper die Möglichkeit, beliebige Bildschirminhalte in eine Flash-Datei umzuwandeln. Für diese Technik steht ähnlich wie beim PDF-Format des Macromedia-Konkurrenten Adobe ein Druckertreiber zur Verfügung, so dass man aus jedem Programm gewissermaßen ein Flash-Dokument drucken kann, das sich direkt im Browser anzeigen lässt. Die Bearbeitungsfunktionen reichen nicht an die von PDF heran, schließen aber bereits Markieren und Kopieren sowie die Volltextsuche ein.

Anwendungen

Bisher setzen die meisten Breeze-Kunden wie Siemens, Allianz oder Dräger Medical die neue Technik für die interne Online-Ausbildung ein. Nach Angaben von Macromedia-Manager Christian Koller gibt es bei Großunternehmen aber auch ein verstärktes Interesse daran, Breeze Live als Werkzeug für den konzernweiten Support zu nutzen. Support-Mitarbeiter können über die Möglichkeit des "Desktop-Sharings" dann direkt auf den PC ihres Kollegen zugreifen und im Online-Austausch mit diesem das Problem zu lösen versuchen. (APA)

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