Uni Graz schafft Stipendien und Härtefonds für Frauen

1. Juli 2004, 14:09
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Erstmals Wiedereinstiegs- und Abschlussstipendien - Kein Studienbeitrag bei sozialen Härtefällen

Graz - Frauen sollen es an der Grazer Universität künftig etwas leichter haben, ein Studium zu beenden, bzw. die akademische Laufbahn anzutreten. Kürzlich wurde vom Vizerektorat für Frauenförderung ein Maßnahmenpaket geschnürt, das neben dreier neuen Stipendien auch die Einrichtung eines speziellen Härtefonds vorsieht. Erstmalig unterstützen Wiedereinstiegs- und Abschlussstipendien Frauen, die nach einer Unterbrechung wie z.B. durch Kinderbetreuung ihr Studium aufnehmen oder kurz vor dessen Abschluss stehen, mit einen einmaligen Zuschuss von 1.000 Euro.

Ein eigener Härtefonds steht Studentinnen zur Verfügung, die durch Schwangerschaft, Verlust der Studienbeihilfe, Krankheit oder andere Gründe in eine Notlage geraten sind. Aus dem Fonds soll der Studienbeitrag rückerstattet werden, hieß es von Seiten der Universität am Montag. Ein weiterer Fonds zur Unterstützung von Frauenprojekten fördert Vorhaben, die sich mit der Situation von Frauen an der Universität und in der Gesellschaft auseinander setzen und eine frauenfreundliche Entwicklung vorantreiben.

Forschungsstipendien wiederum helfen Doktorandinnen mit hervorragendem Studienerfolg für einen Zeitraum von maximal acht Monaten mit je 500 Euro pro Monat aus. Ziel ist es, den Anteil der Doktoratsabschlüsse von Frauen, der derzeit bei 53 Prozent liegt - zu erhöhen. (APA)

Die Stipendien werden am 28. Juni 2004 um 16.30 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Interuniversitären Koordinationsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung, Beethovenstraße 19, präsentiert. Infos auch im Internet.
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