Softwareriese verklagt brasilianischen Regierungsmitarbeiter

2. Juli 2004, 15:32
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Sergio Amadeu ist für die Open Source- Strategie des Landes zuständig - Hatte Microsoft scharf kritisiert

Brasilien ist momentan weltweit das Vorzeigeland wenn es um die Förderung und den Einsatz von freier Software geht. Seit Monaten macht das Land mit seiner bedingungslosen Open Source Strategien für Schlagzeilen, Schlagzeilen, die freilich bei Microsoft auf wenig Gegenliebe stoßen.

Klage

Doch nun scheint es so, als würde der Softwarekonzern endgültig die Fassung verlieren: Die Redmonder haben eine Klage gegen Sergio Amadeu, den für die Umsetzung der Open Source Strategie in der Regierung Verantwortlichen, eingereicht. Konkret wird ihm Verleumdung vorgeworfen, wie der angesehene Anwalt Lawrence Lessig in seinem Weblog berichtet.

Kritik

Amadeu hatte Microsoft vorgeworfen gegenüber öffentlichen Verwaltungen "Drogendealerpraktiken" anzuwenden, Windows werde als trojanisches Pferd eingesetzt, um ein Land an die Produkte der Redmonder zu fesseln. Lessig kritisiert in seinem Beitrag nicht nur, dass damit Microsoft gerichtlich einen Kritiker zum Schweigen bringen will, sondern stellt auch fest, dass zumindest in den USA eine solche Klage unhaltbar wäre. (red)

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    Ins Visier von Microsoft geraten: Sergio Amadeu

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