18-jähriger "Sasser"- Programmierer wird mit Schadensersatzklagen eingedeckt

18. Juli 2004, 15:55
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Privatleute und kleinere Unternehmen wollen 50 bis 8000 Euro

Gegen den Urheber des Computer-Virus "Sasser" sind bei der Staatsanwaltschaft Verden in Niedersachsen rund 100 Strafanzeigen und Schadenersatzforderungen eingegangen.

Computer-Sabotage

Privatleute und kleinere Unternehmen hätten Computer-Schäden gemeldet und verlangten Schadenersatz in Höhe von 50 bis 8000 Euro, sagte der Sprecher der Behörde am Sonntag und bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Gegen den Programmierer, einen 18 Jahre alten Schüler aus Waffensen, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Computer-Sabotage.

Millionen Rechner infiziert

Der Computer-Wurm "Sasser" soll weltweit Millionen Rechner infiziert haben. Der Schüler war im Mai nach einem Tipp aus seinem Bekanntenkreis aufgeflogen.

Interesse

Die Dimension des Schadens durch den Computer-Wurm ist aber weiter unklar. Manche Unternehmen, die geschädigt wurden, seien nicht bereit, mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Detlev Dyballa. Sie haben der Behörde zu Folge vermutlich wenig Interesse, mit Sicherheitsproblemen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Die Staatsanwaltschaft will bis Anfang August die Ermittlungen abschließen und Anklage erheben. (APA/dpa/red)

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