Reifenschaden verursachte Unfall von Ralf

21. Juni 2004, 14:14
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Start beim Grand Prix von Frankreich am 4. Juli in Magny-Cours fraglich

Indianapolis - Die Ursache für den schweren Unfall von Ralf Schumacher beim Formel 1-GP der USA ist geklärt. Ein Schaden am linken Hinterreifen seines Williams-BMW habe den Crash in Indianapolis ausgelöst, teilte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen mit. Wodurch der Reifenschaden entstand, konnte noch nicht festgestellt werden. Der Start des Deutschen beim GP von Frankreich am 4. Juli in Magny-Cours ist fraglich. "Ich kann jetzt noch nicht sagen was passieren wird, aber es ist seine eigene Entscheidung", meinte dazu Theissen.

Schumacher überstand den Unfall ohne schwere Verletzungen, blieb aber zur Beobachtung im Methodist Hospital in Indianapolis. Er erlitt Prellungen am Rücken. Ob der 28-Jährige mit Wohnsitz in Salzburg am Montag die Rückreise antritt, stand am Sonntagabend noch nicht fest.

Ferrari-Pilot Michael Schumacher, der den Großen Preis der USA gewonnen hatte, besuchte mit seiner Frau Corinna für eine Stunde seinen jüngeren Bruder im Krankenhaus. "Die Freude über den Sieg ist gedämpft", sagte der Weltmeister. Er sei erleichtert gewesen, dass es Ralf gut gehe. "Er war benommen, aber voll ansprechbar und konnte alles bewegen. Er hat sich nach der Unfallursache erkundigt", teilte Theissen mit.

Ralf Schumacher war in der zehnten Runde in der Kurve vor der Start-Ziel-Geraden mit etwa 300 km/h rückwärts an in eine Mauer geprallt. Er verharrte zunächst in seinem zu Schrott gefahrenen Williams-BMW. Nach drei Minuten wurde er noch auf der Strecke medizinisch versorgt und anschließend in das Streckenhospital transportiert. Nach dem spektakulären Unfall war das von Michael Schumacher angeführte Rennen für neun Runden neutralisiert worden. (APA/dpa/Reuters)

  • Michael nach einem Besuch bei Bruder Ralf.

    Michael nach einem Besuch bei Bruder Ralf.

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