Frankreich setzt bei einer Million staatlicher Rechner auf Open Source

2. Juli 2004, 15:32
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Staatliche Ausgaben für Software sollen um die Hälfte reduziert werden

In München und Bergen ist es bereits fix, in Wien ist man bei der Planung und auch in Frankreich dürfte es bald soweit sein: Die Rede ist vom Umstieg auf Open Source im Verwaltungsbereich.

In Frankreich sollen nun rund eine Million Rechner des Staates auf Open Source umgestellt werden, Renaud Dutreil, Minister für öffentliche Verwaltung, möchte so die staatlichen Ausgaben für Software um die Hälfte reduzieren. Auf diese Weise soll der Staatshaushalt dauerhaft entlastet werden.

Einer unter vielen

Der Umstieg sei allerdings nicht als Angriff auf Microsoft zu verstehen, vielmehr mache er deutlich, das der Softwaregigant aus Redmond auch nur ein Softwareanbieter unter vielen sei.

Verträge

Der französische OpenSource-Hersteller MandrakeSoft konnte bereits Verträge mit einigen Ministerien abschließen, auch Mozilla Europe, ebenfalls in Paris beheimatet, dürfte profitieren.

In einer Testphase hat die französische Polizei bereits mit 20.000 PCs mit Open Source Software gearbeitet. Die Umstellung aller staatlichen PCs soll in diesem und im kommenden Jahr vollzogen werde.(red)

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