Hochgiftige Gabun Viper biss Wiener

23. Juni 2004, 12:09
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Gegenserum aus dem Haus des Meeres - Verbotene Schlange gehörte dem Opfer

Wien - Sehr viel Glück hatte am Samstagnachmittag ein Liebhaber gefährlicher Schlangen: Ein 24-jähriger Wiener wurde von einer Gabun Viper gebissen und Dank eines Gegenserums aus dem Haus des Meeres gerettet. Weil der Besitz giftiger Reptilien verboten ist, tischte Rainer L. der Polizei zunächst auf, dass ihn das Tier bei einem versuchten Schlangenkauf in Penzing attackiert hatte.

In der eigenen Wohnung hatte die Schlange ausgerechnet jene Hand gebissen, die sie gerade füttern wollte. Aus Angst, für den verbotenen Besitz des Reptils bestraft zu werden, erfand er die Geschichte vom versuchten Kauf. Ein "Unbekannter", den er über das Internet kennen gelernt habe, hätte die Schlange bei einem Treffen in einer Kleingartensiedlung in einer Schachtel dabei gehabt. Ein ÖAMTC-Notarzthubschrauber musste den 24-Jährigen ins Wiener AKH bringen. Aus dem Haus des Meeres wurde ein Gegenserum geliefert, von dem Rainer L. gleich fünf Ampullen verabreicht bekam.

Bissopfer droht Anzeige

Bei der Einvernahme gab der junge Mann schließlich zu, selbst das "Herrchen" der Gabun Viper zu sein. Zudem ist bzw. war er stolzer Besitzer einer ebenfalls giftigen Klapperschlange sowie einer Tigerpython. Von der ganzen Menagerie bleibt ihm vorerst nur mehr die Würgeschlange. Sowohl Gabun Viper als auch Klapperschlange wurden ihm abgenommen und in das Haus des Meeres gebracht, wo sie artgerecht untergebracht sind. Den 24-Jährigen erwartet nun eine Anzeige - zusätzlich eine wegen Vortäuschung einer Straftat. (APA)

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    Fünf Ampullen des Gegenserums rettete dem Besitzer der Gabun-Viper vermutlich das Leben.

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