United Airlines erhält keine US-Bundesbürgschaft

18. Juli 2004, 18:10
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Behörden sehen Lage von hoch verschuldeter Luftlinie als nicht so dramatisch

Washington - Die US-Behörden haben eine Kreditbürgschaft für die hoch verschuldete US-Fluggesellschaft United Airlines am Donnerstag abgelehnt. Die zweitgrößte US-Fluglinie und Tochter der UAL Corp. arbeitet seit Dezember 2002 unter dem US-Gläubigerschutz Chapter 11. Sie benötigt die Bürgschaft für 1,6 Milliarden Dollar nach eigenen Angaben zur Absicherung privater Mittel in Höhe von zwei Milliarden Dollar, die zur Umstrukturierung des Unternehmens gebraucht werden.

Die Bundesbehörde zur Stabilisierung der Luftfahrt, ATSB, erklärte indes, die Lage des Unternehmen sei nicht so dramatisch, dass eine Bundesbürgschaft gerechtfertigt sei. Die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschaffene Behörde zur Unterstützung der wirtschaftlich angeschlagenen Branche geht davon aus, dass sich der Zugang des Unternehmens zum Kreditmarkt verbessert habe.

Bürgschaft nicht nötig

Die ATSB gehe davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit ausreichend groß sei, dass United auch ohne die Bürgschaft wirtschaftlich erfolgreich sein könne. Die Bürgschaft sei daher nicht nötig, erklärte die Behörde.

United Airlines erklärte, das Unternehmen werde eine Überprüfung der ATSB-Entscheidung beantragen: "Wir glauben nicht, dass die Behörde sich voll und ganz der wichtigen Veränderungen bewusst war, die United in Angriff nehmen will."(APA/Reuters)

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