Magna Steyr kauft fünf Engineering-Standorte in Frankreich

1. Juli 2004, 10:58
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Damit 1.500-Engineering-Mitarbeiter weltweit - Kompetenz zur Pkw-Gesamtfertigung soll damit verstärkt werden

Wien - Magna Steyr, die österreichische Tochter des kanadischen Autozulieferers Magna International, will seine Zulieferungen an die französische Autoindustrie verstärken baut seine Kapazität für die Fahrzeugentwicklung (Engineering) aus. Wie das Unternehmen am Donnerstag in einer Presseaussendung mitteilte, habe man von der Group Duarte den Engineering-Bereich mit fünf Standorten und rund 300 Mitarbeitern übernommen. Damit erhöhe sich die Mitarbeiterzahl in diesem Bereich auf rund 1.500. In Österreich hat Magna zwei Engineering-Standorte - Graz und St. Valentin.

Magna Steyr-Chef Manfred Remmel sieht in dem Kauf "neue Geschäftsmöglichkeiten, die aus den engen Beziehungen zwischen Group Duarte und den französischen Automobilherstellern resultieren". In Frankreich soll die "klassische Komponenten-Entwicklung" stattfinden, sagte ein Magna-Sprecher am Donnerstag gegenüber der APA. Mit den neuen Werken erhöhe man auch die Kompetenz für die Pkw-Gesamtfertigung, betonte er.

Remmel hatte Anfang Mai erklärt, er könne sich bei den ehrgeizigen Wachstumsplänen nicht auf die Hilfe des Mutterkonzerns verlassen und müsse die geplanten neuen Fabriken aus eigener Kraft finanzieren. Magna Steyr wolle in Nordamerika oder Osteuropa ein oder mehrere Werke zur Fertigung von Gesamtfahrzeugen errichten. Auch den Aufbau neuer Kapazitäten in Westeuropa hat Magna nie ausgeschlossen. In Österreich soll neben Graz-Thondorf keine weitere Fabrik für die Autoproduktion mehr entstehen, so Remmel damals im APA-Interview.(APA)

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