Hilfsappell für inhaftierten burmesischen Sportjournalisten

1. Juli 2004, 23:36
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Zaw Thet Htway, Chefredakteur des Magazins "First Eleven", wurde zum Tod verurteilt

Die Menschenrechts- und Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International (ai) und die internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit "Reporter ohne Grenzen" (RSF) rufen Sportreporter in aller Welt auf, den inhaftierten burmesischen Sportjournalisten Zaw Thet Htway, sowie sieben inhaftierte burmesische Studenten während der Fußball-EM in Portugal zu unterstützen. Der Chefredakteur des in Myanmar meist gelesenen Sportmagazins "First Eleven" wurde im November 2003 zum Tod verurteilt. Sein Blatt hatte einen kritischen Artikel zur angeblich fragwürdigen Verwendung einer internationalen Hilfe für den burmesischen Fußballsport in Höhe von 3,3, Millionen Euro veröffentlicht.

Internationaler Druck hat dazu beigetragen, dass die burmesische Militärjunta das Todesurteil im Mai in eine dreijährige Gefängnisstrafe umwandelte. Die Junta in Rangun wirft Zaw Thet Htway Verschwörung gegen die Regierung vor und hat ihn neuerlich wegen Hochverrats angeklagt. Die sieben seit Juni 2003 inhaftierten burmesischen Jusstudenten wurden vermutlich festgenommen, weil sie ohne Erlaubnis einen Sportverein an ihrer Universität ggegründet hatten. Aung Gyi, Aung Ko Lwin, Kyaw Maung, Myo Myint Tun, Myo Than Htut, Nang Siang None und Win Htut Lwin erhielten Zuchthausstrafen zwischen sieben und 15 Jahren. Es liegen Berichte vor, wonach sie nach ihrer Verhaftung misshandelt seien. (APA)

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