Bush: "Mann und Frau gehören zusammen"

22. Juli 2004, 11:09
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US-Präsident bekräftigt Engagement gegen gleichgeschlechtliche Ehe

Washington - US-Präsident George W. Bush hat in einer Videobotschaft an die Leitung der größten protestantischen Kirche der USA, der "Southern Baptist Convention" (SBC), seine Bemühungen bekräftigt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen in den USA durch eine Verfassungsänderung zu verbieten. "Die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau" sei die stabilste menschliche Lebensgemeinschaft. Daher fördere seine Regierung Ehe und Familie, so Bush laut einer Meldung der Kathpress.

Die SBC hat die Baptisten-Weltallianz wegen deren Duldung des Pastorenamts für Frauen und Homosexuelle jetzt formell verlassen. Die Allianz vertrete "irrige und gefährliche theologische Ansichten", erklärte die Kirchenleitung bei ihrer Vollversammlung in Indianapolis.

Die SBC zählt 16 Millionen Mitglieder. Vor ihrem Austritt gehörten rund 47 Millionen Gläubige zur Weltallianz der Baptisten. Die Allianz wurde 1905 gegründet und hat ihren Sitz in London. Die US-Baptisten werfen der Führungsspitze "anti-amerikanische Ansichten" und die Förderung des Frauenpriestertums vor. Für die Institution bedeutet der Auszug der SBC einen herben finanziellen Verlust. Ihr jährlicher Mitgliedsbeitrag soll mit umgerechnet rund 425.000 Euro der weitaus größte gewesen sein.

Die Wortführer der "Southern Baptists" zählen zu den entschiedenen Vertretern der "just war theory" (Lehre vom gerechten Krieg). In Bezug auf den Irak meinten sie etwa, eine Militäraktion erfülle die christlichen Imperative, dem Bösen mit Gerechtigkeit zu begegnen und einer "von Gott eingesetzten weltlichen Autorität", wie sie die US-Regierung sei, Gehorsam zu leisten. (APA)

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