RAU: Saubere Umwelt

25. Juni 2004, 18:34
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Das Problem des Pferdemists wird auch die neue Umweltstadträtin beschäftigen

Wien bekommt eine neue Umweltstadträtin. Bürgermeister Häupl war mit der vorherigen nicht zufrieden und das soll, wie Insider berichten, auch mit dem schlecht gelösten Problem des durch die vielen zusätzlichen Fiaker erzeugten Pferdemistes in der Innenstadt zu tun haben. Ursprünglich versuchte die städtische Reinigung mittels kleiner Kehrwagen das Problem zu beheben. Diese feuchteten den Mist erst mit einer Spritze an, verrieben ihn dann mit einer Rotationsbürste und verteilten ihn gleichmäßig auf der Fahrbahn. Dann wurde angeblich die Einführung von Pferdewindeln (auf Englisch: Poo-Bags) verordnet, aber noch nie hat man ein Gespann mit so etwas gesehen.

Stattdessen erklärten die Fiaker, sie würden die Reinigung selbst übernehmen. Das Ergebnis war ein riesiger grüner Kehrwagen, Baujahr ca. 1952, der "im Auftrag der Wiener Fiaker" (Aufschrift) durch die Innenstadt dröhnt. Auch er arbeitet nach dem Prinzip "anfeuchten und verteilen". Wegen stärkerer Antriebskräfte und größerer Bürsten wird nun der Mist auf die Gehsteige geschleudert bzw. über die Knöchel der Gäste in den Schanigärten verteilt. Auf die neue Stadträtin Ulli Sima wartet eine Herausforderung.

(DER STANDARD, Printausgabe, 17.6.2004)

  • Ein Poo-Bag in Aktion
    foto: standard/cremer

    Ein Poo-Bag in Aktion

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