Blair verurteilt Ausschreitungen englischer Hooligans

18. Juni 2004, 10:29
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Fünf Deutsche müssen Portugal verlassen

Lissabon - Der britische Premierminister Tony Blair hat sich empört über das Verhalten englischer Fußball-Hooligans in Portugal geäußert. Diese seien eine "Schande für unser Land und für die große Mehrheit der englischen Fußballfans, die nur das Spiel genießen wollen", sagte Blair am Mittwoch im britischen Unterhaus.

An den vierstündigen Ausschreitungen in Albufeira, 200 Kilometer südlich von Lissabon, waren in der Nacht zum Mittwoch etwa 250 Engländer beteiligt, wie der britische Polizeioffizier David Swift mitteilte. In ihrem Einsatz gegen die vielfach betrunkenen Fußball-Touristen wurden die portugiesischen Polizisten von britischen Kollegen in Zivil unterstützt. 34 Personen wurden festgenommen, unter ihnen auch ein Niederländer. Acht Engländer und ein Polizist wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt.

In Porto waren vor nach dem EM-Match Deutschland gegen die Niederlande fünf Deutsche vorübergehend festgenommen worden, weil sie holländische Fans attackiert hatten. Sie wurden zu Geldstrafen verurteilt. Vier von ihnen willigten ein, Portugal freiwillig zu verlassen, ein weiterer wurde auf richterlichen Befehl ausgewiesen und mit einem fünfjährigen Aufenthaltsverbot belegt.(APA/AP/Reuters)

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