FPÖ verlor 1,6 Mio. Stimmen seit 2000

2. Juli 2004, 17:25
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Bisher größter Wählerschwund bei der EU-Wahl

Wien - Seit ihrem Eintritt in die Bundesregierung im Jahr 2000 verzeichnet die FPÖ einen massiven Wählerschwund: Über 1,6 Millionen Stimmen hat sie bei den Bundes- und Landtagswahlen seither verloren - und bei keiner einzigen Wahl Stimmen dazugewonnen. 2,823.038 Wähler konnte die FPÖ in den Wahlen bis 1999 gewinnen. Bei den acht Landtagswahlen seither, der Nationalratswahl und der EU-Wahl waren es nur mehr 1,191.485. Der Wählerschwund betrug 57,79 Prozent.

Den größeren Brocken der Verluste machten die beiden Bundeswahlen aus: 1,252.422 Stimmen verlor die FPÖ bei der Nationalratswahl 2002 und der EU-Wahl vergangenen Sonntag (vorläufiges Endergebnis). Das waren um 65,93 Prozent weniger als bei der NR-Wahl 1999 und der EU-Wahl 1999. Der Wähler-Stand fiel von 1,899.606 auf 647.184.

Wobei die EU-Wahl den bisher größten Stimmenverlust brachte: Die FPÖ bekam diesmal nicht einmal mehr ein Viertel der Stimmen, die sie 1999 errungen hatte. 76,22 Prozent der Wähler verabschiedeten sich von den Blauen.

Etwas geringer, aber immer noch saftig mit 41,06 Prozent fiel der Schwund bei den Landtagswahlen aus: 379.131 Stimmen verlor die FPÖ bei den acht Landtagswahlen seit 2000 (Vorarlberg wählt erst heuer im Herbst). Bei den Wahlgängen vor 2000 kamen die Landesparteien gemeinsam auf 923.432 Wähler, seit 2000 brachten sie es nur mehr auf 544.301.

Stimmen verloren haben die Freiheitlichen auch bei der Landtagswahl in Kärnten am 7. März d.J. - allerdings nur sehr wenige, nämlich 299. Da die Wahlbeteiligung wesentlich geringer war, reichte das, um den ersten Platz zu verteidigen. (APA)

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