Nokia-Österreich: "Alle Netzbetreiber warten auf UMTS-Geräte"

5. Juli 2004, 11:16
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Klapphandys sollen neue Kundenschichten ansprechen

Der weltweit größte Handyhersteller Nokia glaubt, dass er auch in Österreich mit seinen neuen Geräten kräftig punkten wird. "Alle Mobilfunk-Netzbetreiber warten auf UMTS-Handys. Mit unserem neuen Modell 6630 werden wir konkurrenzlos sein", meinte der Nokia Österreich-Chef, Jörg Pribil, am Montag im Gespräch mit der APA. Derzeit verhandelt der Konzern noch mit den österreichischen Mobilfunkern über die Abnahme der neuen UMTS-Geräte. Die Gespräche würden aber "sehr konstruktiv verlaufen", so Pribil.

Kein Verrat

Wann neben dem reinen UMTS-Anbieter "3" (Hutchison) auch die anderen sechs österreichischen Mobilfunkanbieter auf Nokia-UMTS-Handys zurückgreifen werden, wollte er aber nicht verraten. Sowohl die Mobilkom, als auch T-Mobile haben aber zuletzt bereits selbst angekündigt, noch im ersten Halbjahr zumindest mit dem Nokia 7600 in den Vertrieb gehen zu wollen.

Für neue Kundenschichten

Optimistisch gibt sich Pribil auch bei der heute im finnischen Helsinki, dem Hauptsitz von Nokia, verkündeten Produktoffensive bei Klapphandys. Österreich sei zwar kein typisches Nutzerland für aufklappbare Endgeräte, Nokia würde aber durch attraktive Angebote neue Kundenschichten ansprechen.

Das Nokia 6630

Wie viele Handys er bis Jahresende verkaufen will und wie hoch derzeit der Marktanteil in Österreich ist, verriet Pribil nicht. Der Nokia-Konzern hatte zuletzt rund um den Globus Marktanteilsverluste hinnehmen müssen.

Schwer

Zum Scheitern des österreichischen Handyanbieters tel.me meinte der Chef des Marktführers, dass es beim Verkauf um Handy um mehr als nur um das Produkt, sondern auch um die Organisation von Marketing und Services gehe. Und da sei es eben für einen kleinen Anbieter in einem nahezu gesättigten Markt wie Österreich schwer, auf Dauer zu bestehen.(APA)

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